Europas Leitbörsen starten verhalten

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 © APA/APA/dpa/Boris Roessler
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Europas Leitbörsen sind verhalten in den Dienstag gestartet. Der Euro-Stoxx-50 verlor am Vormittag 0,30 Prozent auf 6.097 Punkte. Ebenso ging es mit dem deutschen Leitindex DAX 0,24 Prozent abwärts auf 24.930 Zähler und er blieb damit unter der 25.000er-Hürde. Außerhalb der EU büßte der Londoner FTSE 100 um 0,35 Prozent auf 10.648 Punkte ein. Leicht im Plus fand sich dagegen der Züricher SPI mit einem kleinen Zuwachs von 0,03 Prozent auf 19.056 Einheiten.

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Auf beiden Seiten des Atlantiks belastet die neue Unsicherheit über die US-Handelspolitik die Kurse. Mit Spannung warten Investoren, ob und wie sich US-Präsident Donald Trump am Abend bei seiner diesjährigen Rede zur Lage der Nation zu Themen wie Zöllen, dem Iran und der wirtschaftlichen Lage im Land äußert. Nachdem der Oberste US-Gerichtshof einen Teil von Trumps Zöllen vergangene Woche gekippt hatte, ist weiter unklar, inwieweit Rückzahlungen anstehen.

"Die Mutigen sind aktuell in der Minderheit", stellte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners fest. Die Doppel-Unsicherheit aus US-Zollpolitik und dem Iran-Konflikt münde in einer erhöhten Risikoaversion und der klassischen Umschichtung in "sichere Häfen".

Bei den Einzelwerten brachen die Aktien von Fresenius Medical Care nach Vorlage der Geschäftszahlen um bis zu zehn Prozent ein. Beim Ausblick sei der Dialysespezialist wie befürchtet vorsichtig geblieben, sagte ein Händler. FMC peilt 2026 einen Umsatz auf Vorjahresniveau an. Auch um die Aktien von MTU Aero Engines machten Anleger trotz eines Rekordgewinns einen Bogen. Die Titel des Triebwerksbauers rutschten in den ersten Handelsminuten mehr als drei Prozent ab.

Einen Dämpfer gab es für Pernod-Ricard. Berenberg hat das Kursziel für den Spirituosenproduzenten von 99,10 auf 97,50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Der aus eigener Kraft erwirtschaftete Umsatz habe die Markterwartung unterboten, schrieb Javier Gonzalez Lastra am Montagabend in seinem Resümee zu den Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal. Besonders in der Absatzregion Amerika sei der Spirituosenhersteller hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im zuletzt stark gefallenen Aktienkurs sei bereits viel Negatives eingepreist. Die Aktie verzeichnete in Paris aber einen Zuwachs von 1,1 Prozent.

Trotz eines enttäuschenden vierten Quartals schraubt die Standard Chartered Bank die Gewinnbeteiligung für ihre Aktionäre nach oben. "Wir haben unsere Dividende pro Aktie für das Gesamtjahr um 65 Prozent erhöht und kündigen einen neuen Aktienrückkauf im Wert von 1,5 Mrd. Dollar an", sagte Bankchef Bill Winters am Dienstag laut Mitteilung. Für 2025 will das Institut 61 Dollar-Cent je Aktie zahlen. Die Aktie verlor in London am Vormittag 1,3 Prozent.

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