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Die Lage im Iran-Krieg bleibt unklar. US-Präsident Trump bekräftigte am Vorabend ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über einen Rahmenvertrag andauern. Aus dem Iran verlautete, dass seit Tagen keine Gespräche mehr stattfänden. In der Nacht auf Mittwoch lieferten sich beide Seiten die schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe. Die Ölpreise legten wieder zu - eher ein Unsicherheitsfaktor für den Markt.
In einer europäischen Branchenbetrachtung rutschte der Automobilsektor am deutlichsten ins Minus. Hier bremsten Volkswagen, BMW und Mercedes Benz jeweils um die zwei Prozent.
Auch Banken tendierten sehr schwach. Die Papiere der Deutschen Bank verbilligten sich um 2,6 Prozent. Bei der Bank Austria-Mutter UniCredit gab es ein Minus von 1,0 Prozent zu sehen. Die italienische Großbank hat mit ihrer Übernahmeofferte für die Commerzbank die wichtige Marke von 30 Prozent der Anteile klar überschritten. Die Commerzbank-Titel fielen um 0,7 Prozent.
Unter den Einzelwerten zogen zudem Akzo Nobel die Aufmerksamkeit auf sich. Die Papiere des Farbenherstellers rasselten um fast 18 Prozent nach unten. Laut Medienberichten beendeten potenzielle Käufer ihre Kaufabsichten. Nippon Paint und Sherwin-Williams teilten mit, ihre gemeinsamen Übernahmebemühungen für den Konkurrenten aufgegeben zu haben - nachdem Akzo Nobel ihr Barangebot in Höhe von 12,5 Milliarden Euro in der Vorwoche abgelehnt hatte.
Papiere von Inditex verzeichneten in einem verhaltenen Gesamtmarkt deutliche Gewinne in Höhe von mehr als fünf Prozent und beflügelten damit den Einzelhandelsbereich. Die Aktie reagierte auf den Bericht zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Analysten der Deutschen Bank sprachen von einer soliden Entwicklung beim Bekleidungseinzelhändler, wobei die Bruttomarge die Erwartungen übertroffen habe. Zudem gestalte sich das laufende Geschäft der Zara-Mutter solide. Zu Inditex gehören neben dem Flaggschiff Zara unter anderem Marken wie Pull & Bear, Massimo Dutti, Bershka und Stradivarius.
Im Plus hielten sich zudem Öl- und Technologietitel. Gestützt auf klar anziehende Rohölpreise gewannen Eni und Repsol um jeweils etwa 1,3 Prozent. Im Technologiebereich zogen Soitec um fast sieben Prozent hoch. Aixtron zogen 3,8 Prozent hoch.
AMSTERDAM - NIEDERLANDE: FOTO: APA/APA (AFP)/JOHN THYS