Europas Leitbörsen notieren zu Mittag uneinheitlich

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Die wichtigsten europäischen Börsen haben sich am Montag zu Mittag uneinheitlich gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 verlor minimal 0,06 Prozent auf 6.127,49 Punkte. Der deutsche Leitindex DAX notierte mit minus 0,47 Prozent auf 25.142,06 Zähler tiefer. Der FTSE-100 gewann in London indes 0,06 Prozent auf 10.692,91 Einheiten.

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Die positive Marktreaktion vom Freitagnachmittag auf die Entscheidung des obersten US-Gerichts gegen viele der globalen Zölle der US-Regierung scheint damit verpufft zu sein. Wenige Stunden, nachdem das oberste US-Gericht am Freitag einen Großteil von US-Präsident Donald Trump verhängten Zöllen auf Basis eines Notstandsgesetzes aus den 1970er-Jahren als unzulässig erklärt hatte, kündigte Trump einen weltweiten Zollsatz auf Importe in die USA von 10 Prozent an. Diesen hob er am Folgetag auf 15 Prozent an.

Die Europäische Union will unterdessen einem Medienbericht zufolge die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA aussetzen. Die EU wolle zunächst mehr Details von den USA zu deren neuem Zollprogramm bekommen, berichtete die Nachrichtenagentur "Bloomberg". Das Europaparlament wird die Arbeit an der Umsetzung der zuvor geschlossenen Handelsvereinbarung mit Washington pausieren. Die Abgeordneten einer breiten Mehrheit der Fraktionen sprachen sich vor einer Sitzung am Montag für einen solchen Schritt aus. Das Parlament stimmt damit vorerst nicht über eine Abschaffung der EU-Zölle auf US-Industrieprodukte ab.

Der italienische Energieversorger Enel will sein Portfolio an Erneuerbarer Energieerzeugung durch höhere Investitionen ausbauen. Von 2026 bis 2028 sollen rund 20 Milliarden Euro in das Geschäft mit Erneuerbaren fließen, teilte das Unternehmen am Montag in Rom mit. Insgesamt will Enel in dem Zeitraum 53 Milliarden Euro in die Hand nehmen, unter anderem auch für den Netzausbau und Batteriespeicher. Auch die Gewinnbeteiligung der Aktionäre soll steigen. Die US-Bank JPMorgan beließ die Einstufung für Enel mit einem Kursziel von 9,70 Euro auf "Overweight". Analyst Javier Garrido lobte die "guten Schlagzeilen" der Strategie bis 2028. Die Aktie legte im Euro-Stoxx-50 um 5,42 Prozent auf 9,57 Euro zu.

Banken führten europaweit die Sektorwertung an, mitunter gestützt auf die Titel der spanischen Santander und der niederländischen ABN Amro, die mit Anstiegen um etwa drei Prozent jeweils von positiven Analystenstimmen profitierten. Santander wurde von RBC mit dem Argument einer attraktiven Bewertung auf "Outperform" hochgestuft. ABN sprach die Bank of America aus ähnlichen Gründen eine Kaufempfehlung "Buy" aus.

Unter Druck gerieten exportlastige Branchen wie Technologie oder Industrie. Der Softwarekonzern SAP verlor rund zwei Prozent, Abschläge gab es auch etwa für Airbus (minus 1,48 Prozent) oder Rheinmetall (minus 2,64 Prozent).

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