Europas Leitbörsen notieren zu Mittag uneinheitlich

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Warten auf Rede zur Lage der Nation von Donald Trump
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Europas Leitbörsen haben sich am Dienstag im Verlauf ohne gemeinsame Richtung gezeigt. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 verlor knappe 0,09 Prozent auf 6.109 Punkte. Ebenso ging es mit dem deutschen Leitindex DAX 0,12 Prozent abwärts auf 24.962 Zähler. Außerhalb der EU büßte der Londoner FTSE 100 um 0,23 Prozent auf 10.661 Punkte ein. Im Plus fand sich dagegen der Züricher SPI mit einem Zuwachs von 0,29 Prozent auf 19.107 Einheiten.

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Belastet wird der Handel einmal mehr von der internationalen US-Politik. Für Spannung sorgt die heutige Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump. Die Frage ist, ob und wie er sich zu Themen wie den Zöllen, dem Iran und der wirtschaftlichen Lage im Land äußert. Nachdem der Oberste US-Gerichtshof einen Teil von Trumps Zöllen vergangene Woche gekippt hatte, ist weiter unklar, inwieweit Rückzahlungen anstehen. "Das Chaos ist perfekt", war von Marktbeobachtern zu hören.

Außerdem stehen heute eine Vielzahl von Fed-Reden an, die mehrheitlich wohl den Tenor wiederholen werden, wonach bei einer Lockerung der Geldpolitik keine Eile geboten ist. Die Aufmerksamkeit gelte dann auch dem US-Verbrauchervertrauen. Analysten rechnen hier im Schnitt nach dem deutlichen Rückgang im Jänner nun mit einer leichten Stimmungsaufhellung.

Von der Unternehmensseite hat der spanische Telekomkonzern Telefonica Umsatz und operativen Gewinn im Schlussquartal gesteigert. Der Konzern profitierte dabei vom Wachstum in Spanien und Brasilien. An der Börse in Madrid verlor die Aktie 0,63 Prozent.

Der französische Autozulieferer Forvia hat heute mitgeteilt, wegen des Konzernumbaus im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Milliardenverlust eingefahren zu haben. Konzernchef Martin Fischer will das Unternehmen im neuen Jahr im Tagesgeschäft nun profitabler machen und die Schulden durch Verkäufe deutlich reduzieren. Trotzdem gewannen Forvia in Paris gute 5,9 Prozent.

Die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) büßten 6,3 Prozent ein. Der Dialyseanbieter berichtete zwar für 2025 einen Gewinnsprung und schnitt damit einem Händler zufolge ein wenig besser als erwartet ab. Analysten bemängelten aber die Gewinnaussichten für 2026.

Einen Dämpfer gab es für Pernod Ricard. Berenberg hat das Kursziel für den Spirituosenproduzenten von 99,10 auf 97,50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Der aus eigener Kraft erwirtschaftete Umsatz habe die Markterwartung unterboten, schrieb Javier Gonzalez Lastra am Montagabend in seinem Resümee zu den Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal. Die Aktie verzeichnete in Paris trotzdem einen Zuwachs von 1,0 Prozent.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA

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