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Der Euro-Stoxx-50 legte 1,05 Prozent auf 6.085 Punkte zu und weitete damit die Vortagesgewinne aus. In Frankfurt gewann der DAX in einem ähnlichen Ausmaß 1,06 Prozent auf 25.263 Zählern und kletterte damit erneut über die runde Marke von 25.000 Punkten. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 1,08 Prozent auf 10.670 Einheiten und setzte damit seinen Rekordkurs fort. Der Schweizer SMI erhöhte sich um 0,49 Prozent auf 13.820,02 Punkte.
Die Aufmerksamkeit richtet sich neben den Quartalszahlen auf die US-Notenbank. Am Abend wird das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank veröffentlicht. "Nachdem die EZB klargestellt hat, mit der aktuellen Geldpolitik zufrieden zu sein, haben sich die Zinshoffnungen der Anleger auf die amerikanische Notenbank verlagert", so Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker Consors.
Rohstoffwerte erholten sich von den Verlusten der Vortage. "Rohstoffe und insbesondere die Edelmetalle sind wieder gefragt", stellte Lipkow dazu fest. Glencore legten um über drei Prozent zu. Die Analysten von JPMorgan sprachen von besser als erwarteten Zahlen des Rohstoffkonzerns. Erfreulich seien auch die Aussagen zur Dividende gewesen.
Im ebenfalls starken Industriegütersektor waren Aktien von BAE Systems mit drei Prozent Aufschlag gefragt. Bei Morgan Stanley war von einem weiteren Jahr starker operativer und finanzieller Entwicklung des britischen Rüstungsunternehmens die Rede. Der Ausblick für 2026 deute zudem auf weiteres Wachstum hin und eröffne Potenzial nach oben.
Mit deutlichen Abgaben reagierten dagegen Carrefour auf die Zahlen zum vierten Quartal. Zuletzt lag die Aktie 4,6 Prozent im Minus. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einem enttäuschenden vierten Quartal des französischen Supermarktbetreibers. Hinzu komme ein Ausblick, der wenig Aufschluss über die Entwicklung in diesem Jahr gebe.
Eine Branchenbetrachtung zeigte den Pharmasektor belastet durch den Kursrutsch der Bayer-Aktie am tiefsten. Die Euphorie der Bayer-Aktionäre über den Glyphosat-Vergleich in den USA währte nicht lange. Auf den Kurssprung vom Vortag folgte nun ein Rutsch. Mit einem Einbruch um fast zehn Prozent auf unter 45 Euro fielen die Papiere der Leverkusener sogar unter ihre 21-Tage-Linie zurück. Tags zuvor hatten sie erstmals seit 2023 wieder fast 50 Euro gekostet und am Ende um gut sieben Prozent zugelegt.
Schwach tendierte auch der Chemiesektor. Hier knickte die Aktie von IMCD nach Geschäftszahlen um 12 Prozent ein auf 78,30 Euro. Damit näherten sich die Papiere des Chemikalienhändlers wieder ihrem jüngsten Tief seit fast sechs Jahren bei 71,56 Euro. IMCD habe mit den Resultaten des vierten Quartals 2025 enttäuscht, kommentierte Anil Shenoy von Barclays. Wie üblich habe es keinen Ausblick auf das neue Jahr gegeben. Die deutliche Verfehlung der Erwartungen im Quartal, der Abschwung gegenüber dem Vorquartal und der kaum kalkulierbare weitere Geschäftsverlauf seien aber eine klare Belastung für die Aktien.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA