Europas Leitbörsen schließen fester, Euro-Stoxx-50 +0,7 %

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Die europäischen Aktienmärkte sind am Dienstag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Nach einem lange verhaltenen Sitzungsverlauf schloss der Euro-Stoxx-50 um 0,72 Prozent fester bei 6.021,85 Punkten. Damit erholte sich der Eurozonen-Leitindex von den schwächeren Vortagen, das Rekordhoch vom vergangenen Donnerstag bei gut 6.100 Punkten bleibt jedoch noch ein Stück entfernt.

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Etwas Rückenwind kam aus den USA, wo die wichtigsten Indizes anfängliche Verluste im späten europäischen Handel wieder eindämmten. Wortmeldungen aus der US-Notenbank Fed nährten die Zinssenkungshoffnungen, zugleich hielten sich die Sorgen über hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und mögliche Verwerfungen für etablierte Geschäftsmodelle durch KI.

In Frankfurt gewann der DAX 0,80 Prozent auf 24.998,40 Zähler. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,79 Prozent auf ein Rekordhoch bei 10.556,17 Einheiten. Auch hier schürten Jobdaten die Erwartungen auf baldige Leitzinssenkungen.

Im Blick steht unverändert die Saison der Quartalsbilanzen. "Trotz insgesamt solider Fundamentaldaten bleibt die Berichtssaison von spürbarer Unsicherheit begleitet", stellte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank fest. Für 2026 erwarteten Analysten für die Unternehmen im Stoxx 600 im Schnitt ein Gewinnwachstum von rund elf Prozent. Um dies zu erreichen, müssten die Unternehmensgewinne im Jahresverlauf jedoch spürbar anziehen, so der Experte.

Oben am Branchentableau standen Immobilienaktien, gestützt von rückläufigen Renditen am Anleihemarkt. Vonovia stiegen in Frankfurt um 3,8 Prozent. In Paris legten Unibail-Rodamco-Westfield nach Zahlen drei Prozent zu.

Zweitbester Sektor waren die Gesundheitswerte, gestützt von Bayer, die 7,4 Prozent fester schlossen. Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern und seine Tochter Monsanto haben in den USA milliardenschwere Sammelvergleiche zur Beilegung aktueller und künftiger Klagen zum angeblich krebserregenden Unkrautvernichter Roundup geschlossen.

Gut gesucht präsentierten sich auch Versicherungswerte. AXA kletterten dabei um 2,7 Prozent. Die kanadische Bank RBC hatte die Analyse mit einem Kursziel von 48 Euro und der Einstufung "Outperform" gestartet. Seit 2016 habe der Versicherer sowohl das Wachstum als auch die Qualität der Produkte verbessert, schrieb Analyst Mandeep Jagpal. Damit einhergegangen seien eine bessere Profitabilität und weniger stark schwankende Ergebnisse.

Auf der anderen Seite setzten Rohstoffwerte vor dem Hintergrund niedrigerer Metallpreise ihre Korrektur fort. Daran änderten auch gute Zahlen von BHP nichts. Steigende Preise vor allem für Kupfer haben dem Bergbaukonzern im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 (bis Ende Juni) Auftrieb gegeben. Konzernchef Mike Henry führte die gute Geschäftsentwicklung vor allem auf den jahrelangen Ausbau des Kupfergeschäfts zurück. Die BHP-Aktien legten 1,5 Prozent zu.

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