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Nach Wochen stagnierender Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA berichten iranische Medien von einem Ende der Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien. US-Präsident Donald Trump betonte hingegen auf Truth Social, die Gespräche mit Teheran würden in "schnellem Tempo" fortgeführt. Die Ölpreise bewegten sich jedoch kaum.
Stark gesucht waren Halbleiterwerte, die einmal mehr von der Begeisterung rund um Künstliche Intelligenz (KI) mitgerissen wurden. So beflügelt der anhaltende KI-Boom den Chipkonzern STMicroelectronics. Das Management verdoppelt deshalb seine Prognose für den Umsatz mit Rechenzentren in diesem Jahr nahezu. Zudem könnten sich die Erlöse in diesem Bereich bis 2027 nochmals verdoppeln, sollten die derzeitigen Marktkräfte Bestand haben. Nach Ansicht des Experten Janardan Menon vom Analysehaus Jefferies zeugen die Aussagen von der Zuversicht des Unternehmens, dass die aufgebauten Kapazitäten auf entsprechende Nachfrage treffen.
Die Aktien von STMicro setzten daraufhin ihren starken Lauf seit Anfang April fort und erreichten mit einem Plus von gut 15 Prozent das höchste Niveau seit 2000. Auch die Papiere des deutschen Branchenvertreters Infineon schnellten um 9,5 Prozent hoch und setzten sich damit auch an die Spitze des DAX. Sie sind wie STMicro so teuer wie zu Beginn des Jahrtausends, als das Aufkommen der "New Economy" und die allmähliche Monetarisierung des Internets zu einem Hype um Technologieaktien geführt hatte.
Beobachter weisen darauf hin, dass die Unterschiede zum Platzen der Technologieblase im Jahr 2000 gravierend seien. So seien die Unternehmen aus diesem Bereich heute in der Regel deutlich profitabler und finanzkräftiger als die damaligen Tech-Firmen. Zudem seien die Aktien aktuell noch deutlich moderater bewertet als seinerzeit.
Gleichwohl zeigt gerade das Beispiel der Software-Unternehmen, dass der KI-Boom am Aktienmarkt auch seine Schattenseiten hat. Denn es wird befürchtet, dass traditionelle Geschäftsmodelle durch Künstliche Intelligenz stark gefährdet werden könnten.
Außerhalb des KI-Bereichs brachen die Aktien des microRNA-Spezialisten Abivax nach Studienergebnissen ihres Mittels Obefazimod um 44 Prozent ein. Obwohl die Studie alle Endpunkte erreicht hatte, sorgten aufgetretene Krebsfälle bei Probanden für Unsicherheit.
Negativ fiel zudem die Reaktion auf Aussagen zur Geschäftsentwicklung von British American Tobacco aus. Der Tabakkonzern hatte im ersten Geschäftshalbjahr laut vorläufigen Angaben mit neuartigen Produkten wie etwa E-Zigaretten ein Umsatzwachstum von um die 15 Prozent erreicht und geht für das Gesamtjahr von einer ähnlichen Entwicklung aus. Analysten monierten jedoch das maue Geschäft mit herkömmlichen Zigaretten, die Aktie gab um 2,5 Prozent nach.