Europas Leitbörsen befestigt, Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,76 %

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
FTSE-100 weiter auf Rekordkurs
 © APA/APA/AFP/TOLGA AKMEN
©APA/APA/AFP/TOLGA AKMEN
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die europäischen Leitbörsen haben sich am Mittwochvormittag befestigt präsentiert. Der Euro-Stoxx-50 legte 0,76 Prozent auf 6.068 Punkte zu und weitete damit die Vortagesgewinne aus. In Frankfurt notierte der DAX ebenfalls mit plus 0,76 Prozent auf 25.189 Zählern und kletterte damit erneut über die runde Marke von 25.000 Punkten. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,87 Prozent auf 10.647 Einheiten und setzte damit seinen Rekordkurs fort.

von

Auf fundamentaler Ebene findet sich eine ganze Reihe von US-Datenveröffentlichungen am Berichtstag im Kalender und dabei gilt die Aufmerksamkeit vor allem der US-Industrie, schreiben die Helaba-Analysten. Zum einen stehen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Dezember an und zum anderen die Industrieproduktion des Monats Jänner.

Eine Branchenbetrachtung zeigte den Pharmasektor belastet durch den Kursrutsch der Bayer-Aktie am tiefsten. Die Euphorie der Bayer-Aktionäre über den Glyphosat-Vergleich in den USA währte nicht lange. Auf den Kurssprung vom Vortag folgte nun ein Rutsch. Mit einem Einbruch um fast 9 Prozent auf rund 45 Euro fielen die Papiere der Leverkusener sogar unter ihre 21-Tage-Linie zurück. Tags zuvor hatten sie erstmals seit 2023 wieder fast 50 Euro gekostet und am Ende um gut sieben Prozent zugelegt.

Schwach tendierte auch der Chemiesektor. Hier knickte die Aktie von IMCD nach Geschäftszahlen um fast 14 Prozent ein auf 76,50 Euro. Damit näherten sich die Papiere des Chemikalienhändlers wieder ihrem jüngsten Tief seit fast sechs Jahren bei 71,56 Euro. IMCD habe mit den Resultaten des vierten Quartals 2025 enttäuscht, kommentierte Anil Shenoy von Barclays. Wie üblich habe es keinen Ausblick auf das neue Jahr gegeben. Die deutliche Verfehlung der Erwartungen im Quartal, der Abschwung gegenüber dem Vorquartal und der kaum kalkulierbare weitere Geschäftsverlauf seien aber eine klare Belastung für die Aktien.

In der Gunst der Anleger weit oben standen die Banken. Die Commerzbank verteuerte sich um 2,5 Prozent. ABN Amro steigerten sich um 2,1 Prozent und BBVA um 1,8 Prozent.

Carrefour-Titel gaben 4,4 Prozent nach. Europas größter Lebensmittelhändler hat einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Das operative Ergebnis sank 2025 um 5,4 Prozent auf 2,16 Milliarden Euro. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einem enttäuschenden vierten Quartal des französischen Supermarktbetreibers. Hinzu komme ein Ausblick, der wenig Aufschluss über die Entwicklung in diesem Jahr gebe.

SAF-Holland legten 2,7 Prozent zu. Dem Nutzfahrzeugzulieferer hat 2025 eine schwache Nachfrage im Erstausrüstungsgeschäft zu schaffen gemacht. So sank der Umsatz um rund acht Prozent auf gut 1,73 Mrd. Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sackte um fast 14 Prozent auf rund 164 Mio. Euro ab.

LONDON - GROSSBRITANNIEN: FOTO: APA/APA/AFP/TOLGA AKMEN

Über die Autoren

Logo