Europas Leitbörsen am Vormittag mit Kursgewinnen

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Preisdruck am Ölmarkt lässt etwas nach
 © APA (AFP), JOHN THYS, Apa
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Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 gewann gegen 9.40 Uhr um 0,61 Prozent auf 6.164,13 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,68 Prozent fester bei 24.975,38 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,82 Prozent auf 10.526,76 Einheiten.

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Etwas Rückenwind kommt nun vom US-Anleihenmarkt, wo die Renditen etwas nachgaben. Zehnjährige US-Papiere rentieren allerdings mit 5,2 Prozent nach wie vor auf einem hohen Niveau.

Am Ölmarkt ließ der Preisdruck am Freitag etwas nach. Ein Dementi von US-Präsident Donald Trump zu Medienberichten zu neuen US-Angriffen gegen den Iran beruhigte. "Wir werden den Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen, die am 3. November in den Vereinigten Staaten stattfinden, angreifen", schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die US-Regierung führe "konstruktive Gespräche" mit Teheran. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi hatte zuvor auf seinem Telegramkanal geschrieben, dass die Regierung in Teheran eine Antwort aus den USA prüfe.

Schwache Vorgaben gab es aus dem US-Halbleitersektor. Zudem belastete ein Medienbericht über die Umsätze des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. Dieser hatte Befürchtungen verstärkt, dass sich die KI-Ausgabenflut immer schwerer rechtfertigen lässt.

Zum Ende einer datenarmen Woche richtet sich der Fokus heute auf das Michigan Sentiment. Es ist ein wichtiger Frühindikator, der die Stimmung der US-Verbraucher misst.

Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 rutschten Deutsche Telekom 6,4 Prozent ins Minus. Grund sind Nachrichten von Elon Musks Weltraumfirma SpaceX, die mit einem groß angelegten Frequenzkauf in den USA den Grundstein legt, um sich als Mobilfunk-Anbieter zu etablieren. An der Börse schickte die Mitteilung die Aktien großer Mobilfunk-Anbieter in den USA im nachbörslichen New Yorker Handel bereits auf Talfahrt, darunter auch T-Mobile US. Der Schwäche konnten sich die Papiere der Muttergesellschaft Deutsche Telekom nicht entziehen, hieß es von einem Marktbeobachter. Der Wettbewerb in den USA verschärfe sich für die Telekom, kommentierte ein Händler.

Schwächer tendierten angesichts der gesunkenen Rohölnotierungen auch Aktien aus dem Öl-Sektor. So lagen Eni am Vormittag 0,7 Prozent schwächer und TotalEnergies gaben um 0,6 Prozent nach.

In Zürich zeigten sich Roche um 1,3 Prozent befestigt. Die Roche-Immuntherapie Tecentriq (Atezolizumab) hat in den USA eine Zulassung für die Behandlung einer bestimmten Form von Dickdarmkrebs erhalten.

A woman cycles past the Euronext Amsterdam stock exchange in Amsterdam on April 7, 2021. Amsterdam is vying for the top share as a trading spot in Europe after the United Kingdom departed the European Union in 2020 known as Brexit. (Photo by JOHN THYS / AFP)

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