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Allein für Oktober meldeten die Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen insgesamt 2.108 beantragte Firmenpleiten und damit 4,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das deutsche Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen lag nach vorläufigen Angaben im Dezember 2025 sogar 15,2 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist. Dieser Schnellindikator greift Meldungen der Plattform Insolvenzbekanntmachungen.de auf. Für die amtliche Statistik werden dann direkt Daten von Gerichten verwendet, die nicht so schnell zur Verfügung stehen, da sie nochmals geprüft werden.
Die Rezession 2023 und 2024 und auch die weitgehende Stagnation der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr hat viele Betriebe belastet. "Für 2025 rechnen wir insgesamt mit deutlich mehr als 23.000 Insolvenzen", erklärte DIHK-Experte Treier. "Um das Ruder bei den Unternehmensinsolvenzen herumzureißen, müssen dringend die strukturellen Probleme angegangen werden, unter denen die Betriebe leiden." Die Politik sollte umgehend spürbare Entlastungen bei Steuern, Energiepreisen und Bürokratie auf den Weg bringen. Es gebe genug Vorschläge, die nun umgesetzt werden müssten. "Nur dann gibt es auch Aussichten auf ein Abebben der Insolvenzwelle", betonte der DIHK-Lobbyist.
Die Forderungen der Gläubiger aus den vom Oktober 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 2,6 Milliarden Euro, nach rund 3,8 Milliarden Euro vor einem Jahr. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen sei darauf zurückzuführen, dass im Oktober 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als zuletzt, erklärte das Amt.
Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im vergangenen Oktober in Deutschland insgesamt 6,1 Unternehmensinsolvenzen. Die meisten je 10.000 Firmen entfielen auf den Bereich Verkehr und Lagerei mit 12,3 Fällen. Danach folgte das Gastgewerbe mit 10,5 Fällen sowie das Baugewerbe mit 8,5 Insolvenzen. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im Oktober bei 6709 und damit 7,6 Prozent über dem Stand vor einem Jahr.