Continental erwartet Gegenwind bei Rohstoffpreisen

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Continental profitiert vom Trend zu immer größeren Reifen
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Der deutsche Reifenhersteller Continental stellt sich nach einem kräftigen Gewinnplus im Frühjahrsquartal auf Gegenwind durch höhere Rohstoffkosten ein. Finanzchef Roland Welzbacher sprach am Dienstag von einer Belastung im dreistelligen Millionenbereich in der zweiten Jahreshälfte. In den vergangenen Monaten habe Continental von niedrigeren Kosten profitiert, aber diese Zeit sei vorbei, sagte er.

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Dennoch zeigte sich Welzbacher zuversichtlich, im Reifengeschäft beim Gewinn das obere Ende der Prognosespanne zu erreichen. An der Börse gaben die Continental-Aktien 2,8 Prozent nach. Bernstein-Analyst Harry Martin sagte, viele Investoren hätten erwartet, dass Continental seine Prognose anhebt statt nur zu bestätigen. Das Unternehmen aus Hannover rechnet für das Gesamtjahr im Reifengeschäft mit einer Marge zwischen 13 und 14,5 Prozent, bei Erlösen zwischen 13,2 und 14,2 Milliarden Euro. Allerdings würden nun auch die Aussichten für die Fahrzeugmärkte etwas trüber eingeschätzt.

Im Frühjahrsquartal verbesserte sich der um den Verkauf der Sparte OESL bereinigte Betriebsgewinn um gut ein Drittel auf 570 Millionen Euro. Die Gewinnmarge lag bei 12,9 Prozent nach 9,6 Prozent im Vorjahr. Zugute kam Continental dabei der Trend zu immer größeren Reifen. Diese kommen vor allem bei den beliebten SUVs zum Einsatz. Beim Umsatz spürt Continental die schwächelnde Autokonjunktur. Die Erlöse lagen bereinigt um die Verkäufe mit 4,4 Milliarden Euro um 0,3 Prozent unter dem Vorjahr. Continental hatte zu Jahresbeginn das Geschäft mit Gummiprodukten für Automobilhersteller OESL verkauft und sich zuletzt von der Kunststofftechnik-Sparte ContiTech getrennt.

Continental spürt außerdem den schwächelnden Automarkt in China. Dort wurden seit Jahresbeginn rund ein Fünftel weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahr, was tiefe Spuren in den Bilanzen von Herstellern wie Volkswagen oder BMW hinterlässt. Auch das Ersatzteilgeschäft sei schwächer als im Vorjahr, sagte Welzbacher.

KORBACH - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Swen Pförtner

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