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Die operativen Aufwendungen der Bank sanken im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 188 Mio. Euro. Dies sei "auf kontinuierliche Effizienzmaßnahmen und Synergierealisierung in der gesamten Gruppe zurückzuführen", hieß es am Dienstag in einer Aussendung. Die Risikokosten stiegen von 59 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf nun 65 Mio. Euro. Die Quote notleidender Kredite (NPL) betrug im Jahresvergleich unverändert 0,8 Prozent.
"Wir hatten einen starken Start ins Jahr 2026", kommentierte BAWAG-Chef Anas Abuzaakouk die aktuellen Quartalszahlen. Man profitiere von den in "den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in den Aufbau einer paneuropäischen und U.S.-amerikanischen Bankengruppe". Den geplanten Markteintritt in Irland hat die BAWAG vergangene Woche bekannt gegeben. Die Übernahme müssen noch die Aktionäre und Aufsichtsbehörden genehmigen. Nach erfolgreichem Abschluss der Irland-Transaktion würde die BAWAG Gruppe nach eigenen Angaben über 100 Mrd. Euro an Gesamtaktiva verfügen und mehr als fünf Millionen Kunden in sieben Ländern betreuen. Derzeit hat die Bank über 4 Millionen Kunden.
Die BAWAG will die Übernahme des irischen Finanzinstituts PTSB vollständig durch Kapitalmanagementmaßnahmen selbst finanzieren: Für 2026 werde man "vorübergehend seine Dividendenpolitik anpassen, einschließlich einer Selbstverpflichtung, den Gewinn des ersten Halbjahres nicht auszuschütten, sodass das maximale Dividendenpotential auf die Gewinne des zweiten Halbjahres von etwa 500 Mio. Euro beschränkt sei", erklärte das Finanzinstitut.