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Nach der Zustimmung der PTSB-Aktionäre müssen noch die Aufsichtsbehörden grünes Licht geben. Die BAWAG will die Übernahme der irischen Bank vollständig durch Kapitalmanagementmaßnahmen selbst finanzieren, die Komplettübernahme würde 1,6 Mrd. Euro kosten. Für 2026 will die Bank "vorübergehend" die Dividendenpolitik anpassen und den Gewinn des ersten Halbjahres nicht ausschütten.
Damit sei das maximale Dividendenpotenzial auf die Gewinne des zweiten Halbjahres von etwa 500 Mio. Euro beschränkt, diesen Gewinn könne man aber bis zu 100 Prozent ausschütten, sagte der BAWAG-Finanzvorstand am Dienstag vor Journalisten. Dadurch werde sich die Ausschüttungshöhe voraussichtlich nicht wesentlich ändern. Morgen, Mittwoch, soll auf der BAWAG-Hauptversammlung eine Rekorddividende von 6,25 Euro je Aktie beschlossen werden. Das heimische Finanzinstitut erwartet, dass die geplante Übernahme der irischen PTSB bis 2028 einen Nettogewinn von über 250 Mio. Euro bewirken würde.
Für das laufende Geschäftsjahr meldete die BAWAG erneut einen Gewinnanstieg. Der Nettozinsertrag erhöhte sich um 8 Prozent auf 480,2 Mio. Euro, der Provisionsüberschuss zog um 11 Prozent auf 98,7 Mio. Euro an. Der Nettogewinn kletterte um 16 Prozent auf 232,3 Mio. Euro. Der zuletzt erfolgte Zukauf der niederländischen Knab Bank sowie das deutsche Privatkundengeschäft von Barclays stützten das Gewinnwachstum.
"Wir hatten einen starken Start ins Jahr 2026", kommentierte BAWAG-Chef Anas Abuzaakouk die aktuellen Quartalszahlen in einer Aussendung. Man profitiere von den in "den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in den Aufbau einer paneuropäischen und U.S.-amerikanischen Bankengruppe". Nach erfolgreichem Abschluss der PTSB-Übernahme in Irland würde die BAWAG Gruppe nach eigenen Angaben über 100 Mrd. Euro an Gesamtaktiva verfügen und mehr als fünf Millionen Kunden in sieben Ländern betreuen. Derzeit hat die Bank über 4 Millionen Kunden.
Die operativen Aufwendungen der Bank sanken im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 188 Mio. Euro. Dies sei "auf kontinuierliche Effizienzmaßnahmen und Synergierealisierung in der gesamten Gruppe zurückzuführen", hieß es vom Geldhaus. Die Risikokosten stiegen von 59 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf nun 65 Mio. Euro. Die Quote notleidender Kredite (NPL) betrug im Jahresvergleich unverändert 0,8 Prozent.