Addiko-HV - Unzufriedenheit über Dividendenblockade

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Auch 2025 bleibt Dividende ausgesetzt
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Die Addiko Bank, die unlängst wieder ins Visier von potenziellen Investoren geraten ist, hat wie schon für 2024 für das vergangene Geschäftsjahr keine Dividende ausgeschüttet. Der Schritt kam aufgrund der aufrechten Blockade durch die Europäische Zentralbank (EZB) zwar nicht als Überraschung, löste bei der Hauptversammlung am Montag nach Angaben von IVA-Vorstand Florian Beckermann dennoch Unzufriedenheit aus.

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Grund für die ausgesetzte Dividende für 2024 und 2025 sind unübersichtliche Eigentümerverhältnisse, die vor allem durch die serbische Alta Group hervorgerufen wurden. Die EZB bewog das letztlich zum Einschreiten bzw. zur Empfehlung ans Management, die Ausschüttung vorerst zu streichen. Kleinanlegervertreter Beckermann beklagte gegenüber der APA am Montag eine "regulatorische Hängepartie", die sich schon zu lange ziehe und nun endlich ein Ende finden müsse. "Addiko ist nicht die Spardose der EZB", so der Präsident des Interessenverbands für Anleger (IVA) am Rande der Hauptversammlung, bei der mit Kurt Pribil und Frank Schwab zwei neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt wurden.

Beckermann verwies auch auf das neuerliche Bieterinteresse rund um das Geldhaus, das mit Blick auf die ausgesetzten Dividenden zu einer Lösung führen könnte. Unlängst kündigte die Raiffeisen Bank International (RBI) ein freiwilliges Angebot an, kurz darauf legte die slowenische Nova Ljubljanska banka (NLB) mit einem höheren Gegenangebot nach. Bereits 2024 hatte die NLB als einer von mehreren Interessenten nach der Addiko gegriffen, scheiterte aber an der eigens gesetzten Schwelle von 75 Prozent. Stellungnahmen des Addiko-Managements zu den beiden neuen Offerten liegen bis dato noch nicht vor.

Die Pläne, die RBI und NLB für die Addiko vorschweben, sind jedenfalls unterschiedlich. Die RBI würde nach einer Übernahme lediglich das Geschäft in Kroatien, Slowenien und Österreich behalten wollen. Die übrigen Märkte - Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro - will sie hingegen mittels eines sogenannten Carve-outs abstoßen. Das soll im Rahmen einer Vereinbarung mit der Alta Group, die derzeit knapp 10 Prozent an Addiko hält, passieren. Die NLB hat dagegen vor, alle Märkte der Addiko zu integrieren, die einst aus der Südosteuropa-Bankengruppe der früheren Kärntner Skandalbank Hypo Alpe Adria hervorgegangen war.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER

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