
Starinvestorin CATHIE WOOD setzt voll auf Technologieaktien und den starken Boom bei künstlicher Intelligenz.
An der Wall Street wird sie mit einem Augenzwinkern auch Aunt Cathie, Tante Cathie, genannt. Denn das äußere Bild der 67-jährigen, streng gläubigen Starinvestorin passt so gar nicht zu ihrem Investmentstil. Wood ist geradezu besessen vom Technologiebereich. Dementsprechend meint sie auch in der aktuellen schwierigen Börsenphase: "Jetzt ist der Zeitpunkt, in Technologieaktien zu investieren. Selbst wenn die hohen Zinsen natürlich ein Horror für die Märkte sind."
Zukunftsorientiert
Und das macht sie auch für ihren Flaggschifffonds, den ARK Innovation ETF. Der Fonds ist seit Jahresbeginn um 20 Prozent gestiegen. Durch den Kauf des britischen ETF-Anbieters Rize wird er bald in Europa erhältlich sein. Der von Wood aktiv gemanagte ETF muss sich allerdings einem simplen passiven ETF auf die Technologiebörse Nasdaq leicht geschlagen geben. Der Grund: Wood hält nur wenig Nasdaq-Titel. Sie investiert hauptsächlich in junge Unternehmen mit noch geringer Marktkapitalisierung. "Die Nasdaq-Werte haben eine große Marktkapitalisierung erreicht, weil sie in der Vergangenheit erfolgreich waren. Unsere Werte sind dagegen sehr zukunftsorientiert. Die Firmen, auf die wir setzen, sollten sich auf längere Sicht, wenn die Zinssätze wieder sinken, aber deutlich besser entwickeln", ist Wood überzeugt.
Eine der bereits etwas größeren Technologieunternehmen, die auch Kleinanleger ins Auge fassen können, die Woods Strategie mit Einzeltiteln nachvollziehen wollen, ist UiPath. Wood hat bei der Aktie jetzt im Abschwung der Techwerte zugeschlagen. Das Unternehmen wurde ursprünglich in Rumänien gegründet, hat seinen Firmensitz nun in New York. Ui-Path ist ein globales Softwareunternehmen, das sich auf KI-gestütze, robotergesteuerte Prozessautomatisierung spezialisiert hat. Die Marktkapitalisierung beträgt nur 9,2 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Gewinn von 200 Millionen US-Dollar erwartet. Die Aktie ist seit Jahresbeginn um 27 Prozent gestiegen. Und Wood erwartet sich noch viel mehr von dem Titel.
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