Wohnungen in Österreich kaufen: Aktuelle Preise und Trends

Wohnungen in Österreich kaufen: Aktuelle Preise und Trends

Raiffeisen Immobilien hat die aktuellen Preise für Wohnungen und Grundstücke in Österreichs Landeshauptstädten ermittelt. Plus: Prognose für die Preisentwicklung 2016, sowie 9 Trends im der heimischen Immobilienbranche.

Die Experten der Raiffeisen Immobilien haben die aktuellen Preise für neue und gebrauchte Wohnungen, sowie für Grundstücke in Österreichs Landeshauptstädten identifiziert und geben außerdem eine Prognose über die Preisentwicklung 2016. Spitzenreiter bei Neubauwohnungen ist Bregenz mit Quadratmeterpreisen von bis zu 7.000 Euro, Schlusslichter sind Eisenstadt und Klagenfurt mit 2.700 Euro pro Quadratmeter.

IMMOBILIENPREISE (in Euro/m2) & PROGNOSE 2016
Landeshauptstadt Wohnung Kauf neu: Preis/m2 Wohnung Kauf neu: Prognose Wohnung Kauf gebraucht: Preis/m2 Wohnung Kauf gebraucht: Prognose Grundstück: Preis/m2 Grundstück: Prognose
Bregenz 4.500-7.000 + 5% 2.500-3.500 stabil 500-1.000 + 5-10%
Innsbruck 4.000-4.400 0 - 5% 3.200-3.600 stabil 950-1.000 +5%
Salzburg 4.500-6.500 +5% 2.500-3.500 stabil 700-1.000 +5 %
Linz 3.100-3.600 +2% 1.800-2.600 stabil 250-450 +5%
St. Pölten 2.800 stabil 1.300 stabil 120-240 + 5 %
Wien 3.500-3.800 + 5% 2.700-3.200 stabil 360-895 + 5-10%
Eisenstadt 2.700 + 5% 1.300 + 5% 220-300 + 10%
Graz 3.200-3.800 stabil 1.800-2.500 stabil 150-450 steigend
Klagenfurt 2.000-2.700 + 1% 1.200-1.800 + 3% 120-250 + 0,2%
Quelle: Raiffeisen Immobilien

Die Preise beruhen auf folgenden Annahmen: gute bis sehr gute Lage, keine Luxus-Objekte; Grundstück ca. 700-800 m2 in guter bis sehr guter Lage. Stand: Februar 2016.

Die aktuellen Trends am Immomarkt Österreich

Raiffeisen Immobilien Österreich ist mit 243 Mitarbeitern an 120 Standorten im gesamten Bundesgebiet vertreten. Basierend auf dieser regionalen Marktnähe hat das Unternehmen aktuelle Trends am Immobiliensektor identifiziert.

1. Immobilien als Wertanlage gefragt

Immobilien bleiben weiterhin eine attraktive Wertanlage - das besagen auch eine Studie von GfK und eine Umfrage auf trend.at. Nachgefragt sind vor allem Zinshäuser und Eigentumswohnungen, weil sie neben Wertsteigerungen auch laufende Erträge aus der Vermietung bieten. Wer bei Lage, Infrastruktur und Wohnungsgröße die richtigen Entscheidungen getroffen hat, der hat gut investiert. Denn die Nachfrage nach Mietobjekten hält ungebrochen an, die Kreditzinsen sind historisch tief und erleichtern den (teilweise fremdfinanzierten) Immobilienkauf. Die Rechnung der Anleger geht also auf.

2. Wien, Wien, nicht du allein...

Neben der Bundeshauptstadt Wien stehen derzeit die Landeshauptstädte Salzburg, Graz und Linz vermehrt im Fokus der Zinshaus-Anleger. Ähnliches gilt für Vorsorgewohnungen: Früher wurden diese ausschließlich in Landeshauptstädten gekauft, nun weichen immer mehr Anleger in Bezirkshauptstädte und ländliche Ballungsräume aus.

3. Weniger Preissteigerung

Nach der „Preisrallye“ ab 2008 bewegen sich die Preise seit einigen Monaten auf einem „Hochplateau“, 2016 dürfte der markante Preisanstieg bei Neubau-Eigentumswohnungen abflachen - zumindest bei durchschnittlichen und guten Lagen. Bei ausgewählten Lagen und architektonisch hochwertigen Objekten sind aber noch Preissteigerungen möglich.

Peter Weinberger, Geschäftsführer Raiffeisen Immobilien NÖ/Wien/Burgenland, präsentiert die aktuellen Trends am österreichischen Immobilienmarkt.

4. Grundstücke effizienter nutzen

Wenn Stadtverwaltung und -politik die Explosion der Neubaupreise verhindern wollen, müssen bei Raumplanung und der Stadtentwicklung vorhandene Flächen besser genutzt und die Bebauungsdichten erhöht werden. "Denn je besser ein vorhandenes Grundstück ausgenützt werden kann, desto besser verteilen sich die Grundstückskosten auf die einzelnen Wohneinheiten", heißt es von den Experten - mit dem Hinweis, dass der Spagat zwischen Leistbarkeit und Lebensqualität kein Zuckerschlecken ist.

5. Noch 56.900 Wohnungen auf dem Markt

Zwar wurden die Leerstände und langen Vermittlungszeiten – nach entsprechenden Preiskorrekturen und damit erreichter Marktfähigkeit - rasch abgebaut. Dennoch sind noch rund 56.900 Wohnimmobilien in Österreich auf dem Markt.

6. Es kommt nicht auf die Größe an

Die Zeit in der die größere Immobilie zwangsläufig die bessere war, ist vorbei. Kompakte, funktionelle Grundrisse sind stark gefragt, jedoch werden hochpreisige Ausstattungsdetails immer öfter vom Wunschzettel gestrichen.

7. Zu wenig Mietwohnungen in Ballungszentren

Nach wie vor herrscht enorme Nachfrage nach Mietwohnungen in der Preisspanne von 400 bis 700 Euro Monatsmiete, die jedoch mangels ausreichendem Wohnungsangebot vor allem in Ballungszentren kaum befriedigt werden kann.

8. Öko liegt im Trend

Sowohl bei Häusern als auch bei Wohnungen orientieren sich die Entscheidungsträger stärker an ökologischen Kriterien. Die sparsame Verwendung von Bauland, der Einsatz gesunder und natürlicher Materialien und ökologische Energiegewinnung spielen eine immer größere Rolle bei der Wohnungswahl. Älteren ist das Thema Sicherheit zunehmend wichtig.

9. Altersgerechtes Wohnen ist gefragt

Mit einer alternden Gesellschaft wächst auch die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnen. Themen wie Barrierefreiheit und kurze Versorgungswege werden wichtiger. Schon heute ist in den meisten Bundesländern eine verstärkte Nachfrage spürbar, heißt es von der Raiffeisen Gruppe.

Immobilien

Chinesen suchen Immobilien in Großbritannien

Immobilien

Häuserpreise: Österreich hat zweitstärkste Verteuerung in der EU

Immobilien

Wohnen in Wien: So haben sich die Preise entwickelt