Steyr Automotive baut innovative Elektro-Lkw für Volta Trucks

Das neue Management von Steyr Automotive hat einen Auftrag zur Produktion von Elektro-Lkw für das schwedische Unternehmen Volta Trucks an Land gezogen. Produktionsstart ist Ende 2022.

Der emissionsfreie Volta Zero soll schon bald auf den Straßen europäischer Großstädte unterwegs sein. Konkrete Vereinbarungen gibt es mit Paris (Bild) ud London. Produziert werden die Nutzfahrzeuge in Steyr.

Der emissionsfreie Volta Zero soll schon bald auf den Straßen europäischer Großstädte unterwegs sein. Konkrete Vereinbarungen gibt es mit Paris (Bild) ud London. Produziert werden die Nutzfahrzeuge in Steyr.

Das neue Management von Steyr Automotive - dem früheren MAN Lkw-Werk in Steyr - hat einen neuen, zukunftsträchtigen Großauftrag aus Schweden An Land gezogen: Das Elektro-Lkw-Start-up Volta Trucks lässt ab Ende 2022 seine ersten Trucks bei Steyr Automotive in Serie fertigen. Dem Auftrag war ein umfangreiches Ausschreibungsverfahren mit potenziellen Zulieferern aus ganz Europa vorausgegangen.

Volta Trucks plant derzeit vier Elektro-Lkw-Modelle von 7,5 bis 19 Tonnen herzustellen. Bis 2025 sollen mehr als 27.000 pro Jahr gebaut werden. Steyr Automotive-Vorstandsvorsitzender Wolf zeigte sich über den ersten Großauftrag für sein neues Unternehmen erfreut: "Mit dem Know-how und der Erfahrung unseres Teams in Steyr freuen wir uns auf eine lange und erfolgreiche Partnerschaft mit Volta Trucks." Er hoffe auf eine dauerhafte Zusammenarbeit mit den Schweden.

Der im September 2020 als Prototyp vorgestellte Volta Zero ist das weltweit erste vollelektrische 16-Tonnen-Nutzfahrzeug, das speziell für den innerstädtischen Warenverkehr entwickelt wurde und die Umweltauswirkungen von Frachtlieferungen in Innenstädten reduziert. Er wurde von Grund auf mit einer rein elektrischen Reichweite von 150 bis 200 km konzipiert und soll bis 2025 rund 1,2 Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen einsparen.

Im Werk von Steyr Automotive sollen 2022 die innovativen Volta-Trucks ab Ende 2022 produziert werden.

Im Werk von Steyr Automotive sollen 2022 die innovativen Volta-Trucks ab Ende 2022 produziert werden.

Auch sicherheitstechnisch soll der von Beginn an für den Elektrobetrieb konzipierte Volta Zero große Verbesserungen bringen. Weil der Verbrennungsmotor entfällt sitzt der Fahrer in einer mittigen Fahrposition, mit einer viel niedrigeren Sitzhöhe als bei herkömmlichen Nutzfahrzeugen. Dies und die weit verglaste Kabine bieten dem Fahrer ein weites 220-Grad-Sichtfeld und minimieren gefährliche tote Winkel.

500 Arbeitsplätze für die Region

Laut Wolf kann der Auftrag aus Schweden in der Folge auch "positive Auswirkungen auf die Beschäftigung" am Standort Steyr haben. In der Erklärung von Volta Trucks heißte es, dass die Vereinbarung im Laufe der zeit bis zu 500 Arbeitsplätze in der Region sowie schätzungsweise 2000 weitere Stellen in der Lieferkette schaffen wird. Ein Unternehmenssprecher betonte allerdings, dass der Auftrag keine Konsequenzen für die derzeit laufenden Gespräche zur Übernahme der ehemaligen MAN-Belegschaft habe. Von den zuvor 1.900 Mitarbeitern sollen nur 1.400 übernommen werden.

„Die Partnerschaft mit Steyr Automotive ist ein wichtiger Meilenstein für Volta Trucks – einer der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zum Produktionsstart unserer vollelektrischen Nutzfahrzeuge gegen Ende 2022", erklärt Kjell Waloen, Mitbegründer und Chief Technology Officer von Volta Trucks. Das Team von Steyr Automotive verfüge über jahrzehntelange Erfahrung in der Produktion hochwertiger Nutzfahrzeuge und sei damit bestens auf die Fertigung des Volta Zero vorbereitet. Waloen: "Die Produktionsstätte in Österreich, im Herzen unseres europäischen Absatzmarktes, wird die Markteinführung beschleunigen und die Umweltauswirkungen unseres Betriebs reduzieren und damit unsere Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Dies war ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung. Die Partnerschaft wird es Volta Trucks nun ermöglichen, die Produktion zügig hochzufahren, um die Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen, die ihre Flotten so schnell wie möglich durch emissionsfreie Fahrzeuge ersetzen müssen

WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz

WKO-Vizepräsidentin: "Lockdown wie versprochen beenden"

Martha Schultz, Vizepräsidentin der Bundeswirtschaftskammer, appelliert …

WKÖ-Präsident Mahrer: "Lockdown-Schließungen sind skandalös"

Wirtschaftskammer Präsident Harald Mahrer kritisiert die Schließungen in …

Die Fussl-Chefs Ernst (links) und Karl Mayr: "Eigentlich dürfte es uns so gar nicht geben."

Fussl Modestraße - das unmögliche Modehaus

Kein Webshop, keine Influencer, keine Wegwerfmode: wie FUSSL MODESTRASSE …

Corona-Härtefallfonds: Antragsfrist läuft

Ab sofort können Anträge für den neuen Corona-Härtefallfonds eingebracht …