
Die Dose bleibt bei Red Bull eine Gewinnmaschine.
©APA/dpa-Zentralbild/Jan Woitas533 Millionen für Mark Mateschitz aus dem Dosengeschäft. Starkes Wachstum der Red Bull GmbH bei Umsatz und Jahresüberschuss, jedoch gesunkenes Finanzergebnis und niedrigere Umsatzrentabilität.
Der Konzernumsatz wurde bereits vor zwei Wochen veröffentlicht und ließ tiefe Einblicke in die Welt der Marketingausgaben des Getränkekonzerns zu. Auch die „sonstigen Beteiligungen" von Red-Bull-Erbe und 49-Prozent-Eigentümer Mark Mateschitz laufen blendend, wie der trend soeben berichtete.
Nun ist auch der Einzelabschluss der Red Bull GmbH im Firmenbuch verfügbar. Erstmals lag 2025 der Umsatz des Energydrinkriesen mit 8,01 Milliarden über acht Milliarden Euro, ein Plus von 14,6 Prozent. Auch der Betriebsgewinn wuchs stark, um 7,7 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Jedoch schon wie im Vorjahr ging das Finanzergebnis zurück, von 267,3 Millionen auf 184,1 Millionen Euro - es hat sich somit binnen zwei Jahren exakt halbiert. Als Grund werden geringere Ausschüttungen der Tochtergesellschaften genannt. Der trend hat kürzlich über die Millionenverluste der gemeinsamen Firma mit dem Star-Schlagzeuger Martin Grubinger berichtet. Inzwischen hat Red Bull 100 Prozent der Anteile bei diesem Unternehmen übernommen.
Die Umsatzrentabilität ging von 29,8 Prozent auf 26,7 Prozent zurück.
Die Eigentümer -51 Prozent besitzt die thailändische Industriellenfamilie Yoovidhya, davon sind 2 Prozent in einer Schweizer Gesellschaft geparkt - gönnten sich trotz der Rekordwerte eine niedrigere Dividende als 2024. Zur traditionellen Hälfte des Jahresüberschusses in Höhe von 1,67 Milliarden Euro – 837,6 Millionen Euro - kamen weitere 250 Millionen Euro, in Summe somit 1,087 Milliarden Euro. Der Anteil des reichsten Österreichers, Mark Mateschitz, an der Gewinnausschüttung beträgt somit 533 Millionen Euro. Das beträgt in etwa dem geschätzten Kaufpreis für die Oldtimer-Sammlung von Bernie Ecclestone.