
Zuversicht vor beabsichtigter Übernahme in Irland. Die Minderheitsaktionäre der irischen PTSB wollen per Höchstgericht den geplanten Deal noch kippen.
Anas Abuzaakouk, CEO der Bawag, wettet auf die Stärke seiner Bank, die ja bekanntlich die irische PTSB übernehmen will. Ende April hat der Bankchef in drei Tranchen Bawag-Aktien im Wert von 5,6 Millionen Euro gekauft. Schon im Februar hatte er fast 15 Millionen Euro in eigene Papiere investiert.
Anfang Mai kauften zwei Firmen, die Bawag-Vorstand Satyen Shah zugerechnet werden, 20.910 Aktien um 3,02 Millionen Euro, kurz darauf eine Gesellschaft von Vorstand Enver Sirucic 500 Aktien um 71.900 Euro.
Damit signalisieren die Bawag-Bosse Zuversicht, dass die avisierte PTSB-Übernahme, ein 1,62-Milliarden-Euro-Deal, gelingen und zur Stärkung der Bawag beitragen wird. Der Deal muss erst von der PTSB-Hauptversammlung abgesegnet werden. Der Papierform nach ist das eine sichere Sache, da sich die Bawag 57,5 Prozent der Anteile vom irischen Staat gesichert hat.
Doch widerspenstige Aktionäre setzen alles daran, eigene Mittel zu finden, um die aus ihrer Sicht unvorteilhafte Übernahme doch noch zu kippen. Laut einem Bericht der irischen Business Post will Piotr Skoczylas, der über seinen Fonds Scotchstone Capital weniger als ein Prozent der PTSB besitzt, ein separates Votum für die Minderheitsaktionäre erzwingen. Dazu hat er das irische Höchstgericht angerufen und eine eigene Homepage aufgesetzt, um Mitstreiter zu gewinnen.
