
IM HIER UND JETZT. Die Gewista zeigt in Wien, wie sich Außenwerbung vom historischen Plakat bis zum digitalen City Light entwickelt und dass hinter jedem Sujet Menschen stehen. Die neue Employer-BrandingKampagne „105 Jahre sichtbar" (r. o.) zahlt darauf ein.
©GEWISTAWer durch Wien geht, begegnet der Gewista auf Schritt und Tritt . Seit 105 Jahren sorgt das Unternehmen dafür, dass Marken im öffentlichen Raum sichtbar werden. Mit einer neuen Employer-Branding-Kampagne stehen nun jene Menschen im Mitt elpunkt, die sonst im Hintergrund wirken.
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In der Werbewelt sind 105 Jahre eine ziemliche Ewigkeit. Denn Trends kommen und gehen, parallel dazu entstehen neue Medien und alte werden unbedeutender oder verschwinden ganz von der Bildfläche. Und doch schaffen es Unternehmen oder Marken selbst in schnelllebigen Branchen, kleine Ewigkeiten zu überdauern. Etwa die Gewista, 1921 gegründet, ursprüngliche Mission: die Vermarktung der Verkehrsmittelwerbung in Wien.
Nun denn: Das Aufgabengebiet hat sich im Laufe der Zeit ziemlich verändert. Das Unternehmen ist gewachsen und hat etwa mit Infoscreen, Megaboard oder Kulturformat Tochterunternehmen mit einem breiten Außenwerbungsportfolio. Mit weiteren Beteiligungen bespielt man zudem die Bundesländer. Den öffentlichen Raum begreift die Gewista mittlerweile als Raum für Markenkommunikation. Wer beispielsweise durch Wien geht, begegnet den Flächen des Außenwerbers an jeder Ecke. Ob klassisches Plakat, digitale Screens, City Light, Premium Board oder Dauerwerbung, die auch als Wegweiser fungieren kann – die Gewista schafft Sichtbarkeit. Für Kund:innen, aber zunehmend auch für sich selbst. Wer das 105 Jahre lang hinbekommt, hat offensichtlich mehr richtig gemacht, als nur gute Plakatplätze zu buchen.
GUT SICHTBAR. Das weiß man bei der Gewista und holt nun mit der neuen Employer-Branding-Kampagne „Seit 105 Jahren sichtbar“ jene Menschen vor den Vorhang, die dafür sorgen, dass bei Österreichs größtem Außenwerber alles nach Plan läuft. „Die neue Kampagne verweist auf unser Kerngeschäft, Marken im öffentlichen Raum sichtbar zu machen, und ist aber auch ein klares Bekenntnis zu nachhaltigem Unternehmertum über Generationen hinweg“, sagt Franz Solta.
"Nicht das Plakat ist unser Erfolgsgeheimnis, sondern die Menschen, die es konzipieren, planen, verkaufen, produzieren und montieren.“

Der Gewista-CEO leitet seit 2017 die Geschäfte beim heimischen Außenwerbungsriesen und führt das Unternehmen aktuell in einer spannenden Phase. Denn derzeit überlagern sich digitale Transformation auf der einen sowie Tradition und über Jahrzehnte gewachsene Strukturen auf der anderen Seite. Zudem ist Außenwerbung das Werbesegment mit dem größten Wachstumspotenzial. „Wir verbinden die Stabilität eines Traditionsunternehmens mit der Dynamik eines Mediums, das sich durch Digitalisierung massiv weiterentwickelt“, so der Gewista-Chef.
Die neue Employer-Branding-Kampagne zahlt genau darauf ein, wenn sie zeigt, wer die Dynamiken umsetzt. „Nicht das Plakat ist unser Erfolgsgeheimnis, sondern die Menschen, die es konzipieren, planen, verkaufen, produzieren und montieren.“ Damit verschiebt Gewista auch ein bisschen die Perspektive. „Wir verlängern das Prinzip Sichtbarkeit nach innen“, so Solta. „Wir wollen nicht nur Marken sichtbar machen, sondern auch Leistung, Potenziale und Meinungen unserer Mitarbeitenden.“
„Hinter jedem Plakat steht ein Team“ lautet dabei eine der zentralen Botschaften. Denn Außenwerbung ist weit mehr als das sichtbare Endprodukt im Straßenraum. Hinter jeder Kampagne arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Von Vertrieb und Kundenberatung über Planung und Datenanalyse bis hin zu Produktion, Technik und Montage reicht das Spektrum. Die aktuelle Kampagne erzählt genau diese Geschichten: Sie rückt Berufsprofile ins Zentrum, die viele Menschen auf den ersten Blick nicht mit Außenwerbung in Verbindung bringen würden.
NACHHALTIGKEIT PLUS. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf nachhaltigem Unternehmertum. Für Gewista bedeutet Nachhaltigkeit aber nicht ausschließlich ökologische Verantwortung. Vielmehr geht es um langfristiges Denken auf wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und sozialer Ebene. Faire Arbeitsbedingungen, sichere Arbeitsplätze, verlässliche Partnerschaften mit Städten und Verkehrsbetrieben sowie der verantwortungsvolle Umgang mit dem öffentlichen Raum sind Teil dieses Verständnisses.
Nachhaltigkeit wird als Generationenaufgabe verstanden – durchaus passend zu einer Unternehmensgeschichte, die bereits 105 Jahre währt. „Wir suchen Menschen mit Unternehmergeist, Verlässlichkeit, Teamorientierung und Offenheit für Veränderung“, sagt Solta. Fachliche Kompetenzen lassen sich erlernen, „aber der Wille, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu finden, ist entscheidend“.
Besonders relevant wird diese Haltung im Wettbewerb um Fachkräfte. Die Generation Z erwartet von Arbeitgebern heute mehr als attraktive Gehälter oder moderne Büros. Gefragt sind Sinn, Entwicklungsmöglichkeiten und ehrliche Kommunikation. Gewista reagiert darauf mit Transparenz, interdisziplinären Projekten und einer Führungskultur, die den offenen Austausch fördert. Das Unternehmen setzt dabei bewusst auf altersgemischte Teams: „Jüngere bringen digitale Kompetenzen ein, Ältere ihre Erfahrung – entscheidend ist, dass sie sich als Ergänzung verstehen.“ Laterale Führung at its best sozusagen.
Der Anspruch von Jean-Claude Decaux war: "Nur das Beste ist gut genug.“ Franz Solta, CEO Gewista, über den JCDecaux-Gründer


HINGUCKER. 2002 stieg der französische Konzern JCDecaux bei der Gewista ein. Ein Porträt von Jean-Claude Decaux im Eingangsbereich der Gewista erinnert daran. Die Plakatwand links ist Teil einer Wechselausstellung, die gemeinsam mit der Wienbibliothek im Rathaus historische Plakate zeigt.
© GEWISTAFranz Solta, CEO Gewista

FIRMENPHILOSOPHIE. Zudem ist die Gewista auch international bestens vernetzt. Seit 2002 ist sie Teil der JCDecaux-Gruppe. Der französische Konzern ist Weltmarktführer bei der Außenwerbung. Seit dem Einstieg von JCDecaux profitiert Gewista von der Zusammenarbeit innerhalb eines globalen Unternehmensverbunds. „Diese Partnerschaft hat uns eine klare internationale Perspektive, hohe Qualitätsstandards und einen starken Innovationsfokus gebracht“, sagt Solta, der auch betont, dass man sich die lokale Verwurzelung bewusst bewahrt habe.
Die Werte des Konzerngründers Jean-Claude Decaux, der vor genau zehn Jahren verstorben ist, sind nach wie vor spürbar. An den Entrepreneur, der bereits als Halbwüchsiger große Geschäftstüchtigkeit zeigte, erinnert heute ein großes Porträt im Entree der Gewista. „Er hat Außenwerbung immer als Teil der Stadt und als Dienstleistung für die Öffentlichkeit verstanden“, so Solta über den legendären Werber, der in den 1960er-Jahren von Frankreich aus die Außenwerbung geradezu revolutioniert hat.
Ab da waren Stadtmöbel nicht mehr nur funktional, sondern leisteten auch einen Beitrag zur Lebensqualität und zur Ästhetik urbaner Räume. Dieses Verständnis prägt die Branche bis heute. Jean-Claude Decaux vertrat die Überzeugung, dass nur höchste Qualität dauerhaft Bestand haben kann. Sein Leitsatz „Was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, gut getan zu werden“ gilt bis heute als Orientierung innerhalb der Unternehmensgruppe.
Solta selbst hat den Gründer noch persönlich kennengelernt. „Mich hat seine Konsequenz beeindruckt“, erinnert er sich. „Sein Anspruch war: Nur das Beste ist gut genug.“ Dieser Satz sei mehr als ein Motto – „er ist bis heute ein Maßstab für unser tägliches Handeln“.
So wird die neue Employer-Branding-Kampagne letztlich zum Ausdruck eines größeren Selbstverständnisses. Gewista zeigt nicht nur, was im Stadtraum sichtbar ist, sondern auch, was dahintersteht: ein Unternehmen, das seine Geschichte als Verpflichtung begreift und seine Zukunft über die Menschen definiert, die sie gestalten. „Denn Sichtbarkeit beginnt nicht auf dem Plakat. Sie beginnt beim Menschen.“
