
Nach dem Wahlsieg der Demokraten brechen KI-Aktien an der Wall Street massiv ein. Während Donald Trump den Wähler:innen die Schuld gibt, zeichnet sich eine leichte Erholung ab.
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Nach dem massiven Ausverkauf am Donnerstag zeichnet sich an den US-Börsen heute eine leichte Erholung ab. Laut US-Präsident Donald Trump seien die Wähler:innen für den Einbruch der KI-Aktien verantwortlich. Auslöser der Turbulenzen war der Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen, der insbesondere Technologie- und KI-Aktien stark unter Druck setzte. Anleger:innen befürchten, dass die Demokraten den Ausbau von Rechenzentren, einer zentralen Infrastruktur für künstliche Intelligenz, bremsen könnten.
Der technologielastige Nasdaq 100 brach am Donnerstag um 6,4 Prozent ein und verzeichnete damit seinen größten Tagesverlust seit der Corona-Pandemie 2020. Besonders hart traf es den Chipkonzern Nvidia, dessen Aktien um mehr als neun Prozent fielen. Dadurch verlor das Unternehmen über 400 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. Auch der Chiphersteller Micron musste mit einem Minus von mehr als 17 Prozent erhebliche Verluste hinnehmen.
Heute könnte sich laut einem Bericht der Financial Times das Blatt allerdings wenden: Die Nasdaq-Futures lagen rund 1,5 Prozent im Plus, während Nvidia vorbörslich um 3,4 Prozent und Micron um 7,6 Prozent zulegten. Marktstrategen halten den Ausverkauf teilweise für übertrieben, da sich weder die Gewinnaussichten der Unternehmen noch das wirtschaftliche Umfeld wesentlich verschlechtert hätten. Die niedrigeren Kurse könnten daher bis zum Jahresende wieder verstärkt Käufer:innen anlocken.
Die Turbulenzen erfassten auch die internationalen Börsen. In Japan verlor der Nikkei 225 rund sechs Prozent und verzeichnete damit seinen stärksten Tagesrückgang seit April 2025. Der europäische Stoxx 600 gab hingegen um etwa ein Prozent nach.
Trotz der starken Kursverluste blieb die Nachfrage nach als sicher geltenden Staatsanleihen verhalten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag nahezu unverändert bei 4,83 Prozent, während deutsche Bundesanleihen mit 3,22 Prozent rentierten. Der Ölpreis der Sorte Brent notierte bei rund 98 US-Dollar je Barrel.
Insgesamt bleibt die Stimmung an den Finanzmärkten angespannt. Auch wenn sich kurzfristig eine Erholung abzeichnet, dürfte die Unsicherheit über mögliche politische Einschränkungen des KI-Booms die Börsen weiterhin beschäftigen.