
Signa-Gründer René Benko bekommt nach der Haftprüfung am Landesgericht Innsbruck in die elektronische Fußfessel. Sein Verteidiger rechnet damit, dass er noch diese Woche heimkehrt.
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Signa-Gründer René Benko bekommt eine Fußfessel. Bisher saß er in der Innsbrucker Justizanstalt im Untersuchungshaft. Laut Benko-Verteidiger Norbert Wess wurde heute Vormittag der entsprechender Antrag auf Überstellung in den elektronisch überwachten Hausarrest bei einer Haftprüfungsverhandlung am Innsbrucker Landesgericht bewilligt. Bisher fanden die Haftprüfungsverhandlungen in der Causa Benko immer in Wien statt. Nunmehr ging dies zum ersten Mal in Innsbruck über die Bühne.
Wess gehe davon aus, dass sein Mandant noch diese Woche in den Hausarrest komme. Benko war selbst zu der Haftprüfung in seiner Heimatstadt erschienen und verließ in Begleitung der Justizwachebeamten im Anschluss den Saal durauch erleichtert.
Der Verteidiger argumentierte, dass sich Benko nur außerhalb der Justizanstalt angemessen auf die bevorstehenden komplexen Verhandlungen vorbereiten könne. Für den Hausarrest sei in Innsbruck eine eigene 60 Quadratmeter große Wohnung angemietet worden, um die Familie Benko zu schonen, hieß es in Medienberichten. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft soll hingegen eine sechsseitige Stellungnahme gegen die Gewährung einer Fußfessel eingebracht haben.
Zuletzt war Benko Ende September in einem Prozess am Landesgericht wegen betrügerischer Krida rechtskräftig zu 30 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Die Strafe verbüßte der seit Jänner 2025 in Untersuchungshaft sitzende Unternehmer bereits. Am 4. und 5. November muss sich der 49-Jährige in Tirols Landeshauptstadt in einem weiteren Krida- und Betrugsprozess verantworten.