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In dieser Woche steht unter anderem die Zinsentscheidung der Notenbank Fed am Mittwoch auf der Agenda. Die Fed wird die Leitzinsen zwar aller Voraussicht nach unverändert belassen. Viel wichtiger dürfte jedoch die Frage nach dem nächsten Fed-Chef sein. Die Amtszeit von Jerome Powell, der unter starkem Druck von US-Präsident Donald Trump steht, endet im Mai. Als Nachfolger von Powell gehandelt werden unter anderem Rick Rieder, Manager beim Vermögensverwalter Blackrock, und der frühere Notenbanker Kevin Warsh.
Ferner dürften auch die Quartalsberichte der Tech-Giganten Apple, Microsoft, Tesla und Meta in den nächsten Tagen große Strahlkraft haben. Anleger werden einmal mehr darauf achten, inwieweit sich die massiven Investitionen der Konzerne in Künstliche Intelligenz bereits ausgezahlt haben.
Am Markt diskutiert wird zu Wochenbeginn auch die Möglichkeit einer erneuten teilweisen Schließung der Regierung. Denn die Demokraten im Senat bestehen darauf, dass die Finanzierung des Heimatschutzministeriums ausgesetzt wird, bis sich der Kongress auf neue Leitlinien für die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze einigen kann. Zuvor hatten Beamte in diesem Jahr in Minnesota zwei US-Bürger getötet.
Wie zuvor schon in Europa dürften auch jenseits des Atlantiks Aktien von Minengesellschaften gefragt sein. Sie sollten davon profitieren, dass der Goldpreis erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar geknackt hatte. Zu den stärksten Treibern des Edelmetalls zählen geopolitische Risiken, die Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf früher oder später weiter sinkende Zinsen in den USA.
Im vorbörslichen US-Handel gewannen entsprechend Barrick Mining 2,9 Prozent. Für Newmont Mining ging es um 3,6 Prozent nach oben.
Der Pharmakonzern Merck & Co beendete einem Pressebericht zufolge Gespräche zur Übernahme des Biotech-Unternehmens Revolution Medicines. Die beiden Unternehmen hätten sich nicht auf einen Kaufpreis einigen können, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Damit sackten die Anteilsscheine von Revolution Medicines um 21 Prozent ab. Merck bewegten sich kaum vom Fleck.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/BRYAN R. SMITH