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Den technologielastigen Nasdaq 100 erwartet IG am Freitag 0,7 Prozent tiefer bei 25.691 Punkten. Damit würde er seinen Wochengewinn auf 0,3 Prozent und das Jänner-Plus auf 1,7 Prozent eindämmen.
Marktbeobachter verwiesen darauf, dass der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene Nachfolger für US-Notenbankchef Jerome Powell als Vertreter einer eher restriktiven Geldpolitik gilt, die eher festverzinsliche Wertpapiere als Aktien begünstigen würde. Die Ökonomen von Evercore ISI um Krishna Guha betonten indes, sie sehen den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh eher "als Pragmatiker und nicht als ideologischen Falken in der Tradition der unabhängigen konservativen Zentralbanker." Für einen kleinen Stimmungsdämpfer sorgte, dass die Erzeugerpreise im Dezember etwas stärker als erwartet gestiegen sind.
Neben der Geldpolitik steht vor dem Wochenende weiter die Berichtssaison der Unternehmen im Fokus. Bei Apple zeichnete sich vorbörslich ein Kursminus von 0,3 Prozent ab, nachdem der Technologieriese ein überraschend starkes Rekordquartal für seine iPhones berichtet, aber auch von Lieferengpässen für Chips gesprochen hatte.
Der Halbleiterzulieferer KLA Corp steht nach der jüngsten Rekordjagd mit minus 7,9 Prozent vor Gewinnmitnahmen. Dass mehrere Analysten die Geschäftsentwicklung im vergangenen Quartal lobten, half dem Kurs nicht. Offenbar machten hier einige Anleger ebenso Kasse wie in den zuletzt ähnlich rekordhungrigen Aktien der Branchenkollegen Applied Materials und Lam Research: Diese sanken vorbörslich um jeweils mehr als zwei Prozent.
Visa-Papiere verloren 0,8 Prozent, obwohl der Zahlungsdienstleister von starken Ausgaben der Verbraucher profitiert und stärker als erwartet zugelegt hat. Möglicherweise hatten sich Anleger noch stärkere Ergebnisse erwartet - wie zuletzt bei Visas Rivalen Mastercard. Ähnlich wie bei Visa sah es vor dem Wochenende bei Konkurrent American Express aus, dessen Aktien sogar um 2,2 Prozent sanken. Die amerikanische Kreditkartenbranche steht unter Beschuss von Trump, der Mitte Jänner mit einer Deckelung der Kreditkartenzinsen gedroht hatte.
Dagegen konnten sich die Anleger bei Verizon über ein vorbörsliches Kursplus von 5 Prozent freuen. Der Telekomkonzern gewann im vergangenen Quartal deutlich mehr neue Mobilfunkkunden als erwartet und plant ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm.
Beim Konsumgüterriesen Colgate-Palmolive sorgten überraschend gute Zahlen für Kursgewinne von 2,3 Prozent.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/BRYAN R. SMITH