US-Börsen schwächer im Frühhandel - Dow Jones minus 0,4 %

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Trump nominiert neuen Fed-Chef
 © APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT
©APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die New Yorker Börsen haben am Freitag den Handel mit Verlusten aufgenommen. Der Dow Jones Industrial gab im Frühhandel 0,40 Prozent auf 48.873,91 Punkte nach. Für die Woche zeichnet sich damit ein ähnliches Minus ab, für den ersten Monat des Jahres dagegen ein Kursanstieg um 1,7 Prozent.

von

Der technologielastige Nasdaq Composite fiel kurz nach dem Sitzungsauftakt um 0,36 Prozent auf 23.600,84 Punkte. Beim marktbreiten S&P-500 gab es ein Minus von 0,34 Prozent auf 6.945,49 Einheiten zu sehen.

Marktbeobachter verwiesen darauf, dass der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene Nachfolger für US-Notenbankchef Jerome Powell als Vertreter einer restriktiven Geldpolitik gilt, die eher festverzinsliche Wertpapiere als Aktien begünstigen würde. Die Ökonomen von Evercore ISI um Krishna Guha betonten indes, sie sehen den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh "als Pragmatiker und nicht als ideologischen Falken in der Tradition der unabhängigen konservativen Zentralbanker." Für einen kleinen Stimmungsdämpfer sorgte, dass die Erzeugerpreise im Dezember etwas stärker als erwartet gestiegen sind.

Neben der Geldpolitik steht vor dem Wochenende weiter die Berichtssaison der Unternehmen im Fokus. Bei Apple gab es ein Kursminus von 1,1 Prozent, nachdem der Technologieriese ein überraschend starkes Rekordquartal für seine iPhones berichtet, aber auch von Lieferengpässen für Chips gesprochen hatte.

Der Halbleiterzulieferer KLA Corp steht nach der jüngsten Rekordjagd mit minus 8,9 Prozent unter Gewinnmitnahmen. Dass mehrere Analysten die Geschäftsentwicklung im vergangenen Quartal lobten, half dem Kurs nicht. Offenbar machten hier einige Anleger ebenso Kasse wie in den zuletzt ähnlich rekordhungrigen Aktien der Branchenkollegen Applied Materials und Lam Research: Diese sanken um 0,9 bzw. 1,0 Prozent.

Visa-Papiere verloren 2,2 Prozent, obwohl der Zahlungsdienstleister von starken Ausgaben der Verbraucher profitiert und stärker als erwartet zugelegt hat. Möglicherweise hatten sich Anleger noch stärkere Ergebnisse erwartet - wie zuletzt bei Visas Rivalen Mastercard. Ähnlich wie bei Visa sah es vor dem Wochenende bei Konkurrent American Express aus, dessen Aktien um 2,4 Prozent sanken. Die amerikanische Kreditkartenbranche steht unter Beschuss von Trump, der Mitte Jänner mit einer Deckelung der Kreditkartenzinsen gedroht hatte.

Dagegen konnten sich die Anleger bei Verizon über ein Kursplus von mehr als sieben Prozent freuen. Der Telekomkonzern gewann im vergangenen Quartal deutlich mehr neue Mobilfunkkunden als erwartet und plant ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm.

Beim Konsumgüterriesen Colgate-Palmolive sorgten überraschend gute Zahlen für Kursgewinne von 3,9 Prozent.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT

Über die Autoren

Logo