Siltronic für 2026 pessimistisch - Erneut Verlust erwartet

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++ ARCHIVBILD ++ Wafer-Hersteller Siltronic macht Aktionären wenig Hoffnung
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Der deutsche Chipzulieferer Siltronic macht seinen Aktionären für das laufende Jahr wenig Hoffnung. Der Umsatz werde aufgrund des schwachen Dollar erneut um einen einstelligen Prozentsatz unter Vorjahr liegen, die operative Umsatzrendite (EBITDA-Marge) werde mit 20 bis 24 (2025: 23,5) Prozent allenfalls auf dem Vorjahresniveau liegen, teilte der Münchner Hersteller von Siliziumscheiben (Wafern) zur Chipproduktion am Donnerstag mit.

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Unter dem Strich dürfte wegen der steigenden Abschreibungen auf Investitionen in die Produktion von pizzagroßen 300-Millimeter-Wafern erneut ein Verlust stehen. Schon das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde deutlich tiefer in die roten Zahlen rutschen (2025: minus 26 Millionen Euro).

"Die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz verschiebt die Nachfrage spürbar in Richtung 300-Millimeter-Wafer", erklärte Siltronic. Kapazitätsengpässe bei vielen Kunden dämpften aber das Wachstum in anderen Märkten wie Smartphones und PCs, was insgesamt die Nachfrageentwicklung verzögere. Der Preisdruck halte an. Siltronic will die Investitionen deshalb 2026 deutlich auf 180 bis 220 (369) Millionen Euro drosseln. Auf längere Sicht gibt sich Vorstandschef Michael Heckmeier weiter zuversichtlich: "Künstliche Intelligenz und Elektromobilität führen zu einem starken Kapazitätsausbau in der gesamten Branche. Davon werden wir langfristig profitieren und richten unser Handeln konsequent darauf aus."

Im vergangenen Jahr stand unter dem Strich ein Verlust von 69,2 (2024: Gewinn 63,0) Millionen Euro zu Buche. Die Dividende falle deshalb aus, hieß es in der Mitteilung.

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