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Europa investiere zwangsläufig in seine Verteidigungsfähigkeit, erklärte Vorstandschef Oliver Dörre. "Das sehen wir nicht nur in steigenden Budgets, sondern seit dem letzten Halbjahr auch in beschleunigten und konkreten Beschaffungsentscheidungen."
Vor allem die Nachfrage aus der Bundeswehr - unter anderem für Luftverteidigungsradare und für Optronik für die Panzer-Plattformen Luchs 2 und Leopard 2 habe den Auftragseingang nach oben getrieben. Mit dem Hochlauf der Produktion "schaffen wir die Grundlage, unseren Auftragsbestand planmäßig in Umsatz zu überführen und unseren Wachstumspfad nachhaltig abzusichern", sagte Finanzchef Christian Ladurner. Im abgelaufenen Jahr stieg der Umsatz um knapp zehn Prozent auf 2,46 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um zwölf Prozent auf 452 Millionen Euro. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) lag mit 18,4 (2024: 18,1) Prozent über der Zielmarke von mindestens 18,0 Prozent.
Die Aktionäre, allen voran der Bund (25,1 Prozent) und der italienische Rivale Leonardo (22,8 Prozent), sollen eine um fünf auf 55 Cent je Aktie steigende Dividende bekommen.
Für das laufende Jahr präzisierte Hensoldt die Erwartungen: Der Umsatz soll 2026 auf 2,75 Milliarden Euro steigen, das wäre ein Plus von zwölf Prozent. Bisher hatte Hensoldt zehn Prozent Zuwachs in Aussicht gestellt. Die bereinigte Ebitda-Marge soll zwischen 18,5 und 19,0 Prozent liegen; bisher hatte der Vorstand eine jährliche Steigerung um 0,5 Prozentpunkte prognostiziert.
LE BOURGET - FRANKREICH: FOTO: APA/APA (AFP)/ERIC PIERMONT