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NEOS-Chefin Meinl-Reisinger sprach von einem "Meilenstein" für den Gesundheitsbereich, für den man lange gekämpft habe. Angesichts der Wissenschaftsfeindlichkeit sei es "wichtig, ein niederschwelliges Angebot zu schaffen, das auch angenommen wird", meinte sie. Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) werde beauftragt, ein Modell auszuarbeiten. "Wir werden in den nächsten Wochen mit Gesprächen mit den Systempartnern beginnen", hieß es auf Anfrage aus dem Gesundheitsministerium. Um die Impfquote zu erhöhen, sei ein niederschwelliger Zugang neben Information und Bewusstseinsbildung essenziell.
Die Grünen begrüßten den "wichtigen und längst überfälligen Schritt" und verwiesen auf ihren seit einem Jahr vorliegenden beschlussfertigen Gesetzesentwurf dazu. Die Umsetzung des Grünen Herzensprojekt sei in der letzten Legislaturperiode an der ÖVP gescheitert. "Politische Mühlen mahlen manchmal sehr langsam, umso größer ist die Freude, dass unsere Forderung nun endlich umgesetzt wird", so Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner in einer Aussendung.
Die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage, um das Impfen auch in den Apotheken zu ermöglichen, wird seit langem von der Apothekerkammer gefordert. Die Ärztekammer stemmte sich bisher dagegen, hatte zuletzt aber Gesprächsbereitschaft signalisiert, sollten im Gegenzug die Hausapotheken neugeregelt werden.