Prozess nach Terroranschlag in Villach startet in Klagenfurt

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Der Tatort in Villach drei Tage nach dem Anschlag
 © PETER LINDNER, Apa
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Mehr als ein Jahr nach dem Terroranschlag in Villach, bei dem ein 14-jähriger Schüler getötet und fünf Personen teils lebensgefährlich verletzt wurden, beginnt am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt der Prozess gegen einen 24-jährigen Syrer. Er soll in der Innenstadt auf Passanten eingestochen haben, ihm werden Mord, mehrfacher Mordversuch und terroristische Straftaten vorgeworfen. Zwei Verhandlungstage sind anberaumt, am Donnerstag wird das Urteil erwartet.

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Für den Schwurgerichtsprozess in Klagenfurt gelten strengste Sicherheitsvorkehrungen. Zuhörerinnen und Zuhörer mussten sich ebenso mit ihren persönlichen Daten anmelden, wie Journalistinnen und Journalisten - es werden fast 30 Medienvertreter aus dem gesamten deutschsprachigen Raum erwartet. Neben den Sicherheitskontrollen gilt im Verhandlungssaal ein absolutes Verbot von elektronischen Geräten, wie Handys oder Laptops.

Für den Prozess hat es auch Umbauarbeiten im Saal selbst gegeben. So wird der Angeklagte, der als extrem gefährlich gilt, nicht nur mit Hand- und Fußfesseln gesichert, sondern wird auch hinter einer Glaswand sitzen. Oberstes Ziel sei es, alle Beteiligten, vor allem aber die Geschworenen, zu schützen, hieß es vom Landesgericht. Der Prozess ist jeweils von 9.00 bis 16.30 Uhr anberaumt.

Der Terroranschlag hatte sich am 15. Februar 2025 in der Villacher Innenstadt ereignet. Der damals 23-Jährige soll versucht haben, seine Opfer mit einem Klappmesser zu töten. Gestoppt wurde er erst durch die schnelle Reaktion eines Essenszustellers, der ebenfalls aus Syrien stammt: Er erkannte die Situation und fuhr den mutmaßlichen Täter mit dem Auto an, woraufhin dieser festgenommen wurde.

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