Microsoft erwägt Klage gegen Amazons Cloud-Deal mit OpenAI

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OpenAI verärgert Microsoft
 © AFP, SEBASTIEN BOZON, APA
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Microsoft will einem Zeitungsbericht zufolge eine engere Zusammenarbeit des Partners OpenAI mit dem Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS) verhindern. Der US-Softwarekonzern denke über eine Klage nach, weil der ChatGPT-Entwickler damit die Verträge mit Microsoft verletze, berichtete die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf Insider. Die drei betroffenen Unternehmen waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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Der Vertrag mit AWS verstoße gegen den Geist oder sogar den Wortlaut der Verträge mit Microsoft, zitierte die "Financial Times" einen der Insider. "Wir kennen unseren Vertrag. Wir werden sie verklagen, wenn sie ihn brechen." Microsoft und OpenAI verhandelten, um den Streit vor der Markteinführung von "Frontier" außergerichtlich beizulegen.

Amazon hatte vor einigen Wochen angekündigt, mit 50 Mrd. Dollar (43,4 Mrd. Euro) bei OpenAI einsteigen zu wollen. Zusätzlich vereinbarten die beiden Unternehmen eine vertiefte Zusammenarbeit. In deren Rahmen soll AWS der exklusive externe Cloudanbieter für die OpenAI-Plattform "Frontier" werden. Dort können Unternehmen KI-Agenten entwickeln und betreiben. Diese Programme erledigen komplexe Aufgaben weitgehend selbstständig. OpenAI und Microsoft hatten in einer gemeinsamen Erklärung betont, dass sich an ihrer Kooperation nichts ändere.

Ein langwieriger Prozess mit dem Partner Microsoft käme für OpenAI zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Dem TV-Sender CNBC zufolge bereitet sich das KI-Start-up auf einen Börsengang vor. Dabei könnte OpenAI eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar erreichen. Zuletzt lag die Bewertung bei 840 Mrd. Dollar.

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