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"Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach die Umfrageergebnisse. "Für die deutsche Wirtschaft wächst damit das Risiko, dass der begonnene Erholungstrend der Konjunktur ausgebremst wird." Wie stark die Effekte ausfallen, hänge von Dauer und Intensität des Konflikts ab. Die Finanzmarktexperten seien aber skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde.
Die aktuelle Lage schätzten die Börsianer im März etwas besser ein: Dieses Barometer stieg um 3,0 Punkte, verharrte mit minus 62,9 Zählern allerdings tief im negativen Bereich. Ökonomen hatten hier mit minus 67,3 Punkten gerechnet.
Der Krieg im Nahen Osten bremst auch nach Einschätzung der deutschen Bundesregierung die konjunkturelle Erholung in Deutschland. Die damit verbundenen drastischen Preissteigerungen bei Rohöl und Erdgas belasteten die Entwicklung, heißt es im aktuellen Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. "Der Erholungsprozess bleibt angesichts der externen Risiken fragil." Es bestehe das Risiko für einen Rückschlag bei der erwarteten Konjunkturerholung. Dies sei abhängig von der Dauer des Konflikts beziehungsweise "der faktischen Sperrung der Straße von Hormuz sowie möglichen längerfristigen Beeinträchtigungen der dortigen Produktionskapazitäten bei Öl und Gas", erklärte das Ministerium. Die Wirtschaft habe bereits Anfang 2026 an Dynamik verloren, nachdem sie sich Ende 2025 noch belebt hatte.
SARGENTES DE LA LORA - SPANIEN: FOTO: APA/APA/AFP/CESAR MANSO