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Die Importe stiegen laut der Mitteilung um 10,2 Prozent und damit etwas schwächer als erwartet. Die Daten wurden erhoben, bevor der Angriff der USA und Israels auf den Iran die Ölpreise in die Höhe trieb. Japans Handelsbilanz wies für Februar einen Überschuss von 57,3 Mrd. Yen (312,6 Mio. Euro) auf.
Im Februar ging der Absatz japanischer Waren sowohl nach China als auch in die Vereinigten Staaten, den beiden wichtigsten Handelspartnern des Landes, deutlich zurück. Die Gründe sind unterschiedlich. In China wurde ab Mitte des Monats das Neujahrsfest gefeiert und die Geschäfte lagen deshalb mehrere Tage still. 2025 war das traditionsreiche Fest noch deutlich früher. Die Exporte nach China gingen wegen der Feiertage um 10,9 Prozent zurück.
Bei dem Verkauf von japanischen Waren in die Vereinigten Staaten sorgten die von US-Präsident Donald Trump eingeführten Zölle für einen weiteren Rückgang der Exporte - dies belastete vor allem den Verkauf von japanischen Autos in den USA.
Deutliche Zuwächse gab es dagegen bei den Ausfuhren nach Westeuropa. Die Exporte in die EU legten um 14 Prozent zu, wobei die Nachfrage nach Autos und Maschinen für das Bau- und Bergbaugewerbe besonders hoch war.
Experten des britischen Analysehauses Phantheon rechnen im weiteren Verlauf des Jahres mit einer eher robusten Exportwirtschaft. "Wir gehen davon aus, dass der globale KI-Boom die japanischen Exporte auch in diesem Jahr weiterhin stützen wird", heißt es in einer Studie. Allerdings würden die hohen Ölpreise ein Risiko für das globale Wachstum darstellen und damit auch für Japans Exporte.