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"Die Verfügbarkeit von Vorprodukten in der Industrie hat sich insgesamt verbessert", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Die Lieferketten müssen aber weiter aufmerksam beobachtet werden."
Besonders deutlich war die Verbesserung in der Automobilwirtschaft. Dort sank der Anteil der Unternehmen mit Engpässen bei Vorprodukten von 27,6 Prozent im November auf nur noch 5,6 Prozent im Dezember. Auch bei den Herstellern von elektronischen und optischen Erzeugnissen entspannte sich die Lage merklich, der Anteil fiel von 17,5 auf 10,9 Prozent.
Trotz der positiven Entwicklung warnte das Institut jedoch vor neuen Risiken. Die zunehmende Ausrichtung vieler Chiphersteller auf Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz erhöhe die Nachfrage nach bestimmten Vorprodukten und Kapazitäten. Dies könne einzelne Industriezweige erneut unter Druck setzen. "Vor diesem Hintergrund ist die aktuelle Entspannung zwar ein positives Signal, eine nachhaltige Stabilisierung der Lieferketten ist damit jedoch noch nicht gesichert", betonte das Ifo.
WOLFSBURG - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/dpa/Julian Stratenschulte