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Die mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen des US-Technologieschwergewichtes Nvidia vom Vorabend gaben keinen Auftrieb. Die jüngst aufgekommenen Sorgen im KI-Sektor konnten weder das KI-Vorzeigeunternehmen noch der Softwarekonzern Salesforce zerstreuen. Aussagen von Nvidias Finanzchefin Collette Kress zu einem langfristig möglicherweise stärkeren Druck durch chinesische Konkurrenten ließen aufhorchen. Die Quartalszahlen von Nvidia waren erneut sehr stark, für die Aktien zeichneten sich am Donnerstag Gewinne ab. Die Resultate reichten aber nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners.
In Europa läuft die Berichtssaison ebenfalls auf Hochtouren und dementsprechend rückten Konzerne mit präsentierten Geschäftszahlen in den Fokus. Die Aktien von Puma sprangen mehr als sechs Prozent hoch. Die Zahlen des Sportartikelherstellers für das vierte Quartal seien weniger schlecht ausgefallen als befürchtet, kommentierte ein Analyst von der DZ Bank. "Wie erwartet gibt es keine Dividende für 2025. Der Ausblick für 2026 liegt auf Höhe des Konsens", so der Experte.
Rolls-Royce-Titel gewannen fast sechs Prozent an Höhe. Der britische Triebwerkshersteller kommt nach schwierigen Jahren schneller aus seiner Krise als gedacht. So soll der operative Gewinn vor Sondereffekten im Jahr 2028 jetzt 4,9 bis 5,2 Milliarden britische Pfund (5,6 bis 6,0 Mrd Euro) erreichen, wie der Hersteller von Turbinen für Passagier- und Frachtjets von Airbus und Boeing mitteilte. Zudem will er Milliardensummen in den Rückkauf eigener Aktien stecken.
Ein robustes Auslandsgeschäft gibt der Deutschen Telekom Rückenwind. Der Konzern legte einen überraschend optimistischen Ausblick vor. Umsatz und operativer Gewinn stiegen 2025 um jeweils knapp drei Prozent auf 119,08 Mrd. beziehungsweise 44,24 Mrd. Euro. Die Telekom-Aktie reagierte mit plus 0,3 Prozent nur wenig.
Allianz-Titel ermäßigten sich um ein Prozent. Der Versicherungsriese eilt dabei von Rekord zu Rekord. Das operative Ergebnis stieg im abgelaufenen Jahr um 8 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro, teilte der größte, deutsche Versicherungskonzern mit. Der Wert liegt am oberen Ende der zuletzt auf 17,0 bis 17,5 Mrd. Euro erhöhten Zielspanne. Die Allianz erfüllte damit die Analystenerwartungen.
Axa-Anteilsscheine legten knappe 0,2 Prozent zu. Der französische Versicherer will nach einem deutlichen Gewinnplus im vergangenen Jahr die Dividende erhöhen und eigene Aktien zurückkaufen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn zog 2025 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 8,4 Milliarden Euro an. Die Einnahmen kletterten um fünf Prozent 116 Milliarden Euro.
Eni-Papiere steigerten sich um 1,2 Prozent. Der italienische Energiekonzern hat das Jahr 2025 mit etwas weniger Gewinn abgeschlossen. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 4,98 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
AMSTERDAM - NIEDERLANDE: FOTO: APA/APA (AFP)/JOHN THYS