
ESG-ASPEKTE beeinflussen immer öfter die Due Diligence und Vertragsgestaltung von M&A-Deals. Da fällt es nicht so auf, dass der Markt zusammenbricht.
Es war wohl einer der langwierigsten und politisch umstrittensten Deals, die Österreich seit Langem gesehen hat. Anfang Juli gab es aber dann doch endgültig grünes Licht für den Kauf der Düngersparte der heimischen Borealis durch die tschechische Firma Agrofert. Kaufpreis: 810 Millionen Euro. Dem vorangegangen waren Debatten bis in die höchste politische Ebene, ob es sichÖsterreich leisten könne, wichtige Infrastruktur ins Ausland abzuverkaufen, zumal die Düngemittelsparte für die Borealis, eine Tochter der teilstaatlichen OMV, ein gutes Geschäft war. Man wolle sich künftig auf die Produktion nachhaltiger Produkte sowie auf die Kreislaufwirtschaft konzentrieren, lautete das Argument des Borealis-Managements. Eine Transaktion also, deren Motivation vorwiegend aus Nachhaltigkeitsgründen erfolgte.
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