Warum die harte Linie nicht immer die bessere ist

Lieber auf Verbesserungen drängen als einfach ausschließen: Das ist die Strategie von Amundi.

Warum die harte Linie nicht immer die bessere ist

Hoher Ressourcenverbrauch, hohe CO2-Emissionen, keine Frauen in der Führungsetage – wer als Unternehmen so aufgestellt ist, hat wenig Chancen, in Nachhaltigkeits-Rankings halbwegs gut abzuschneiden. Die Konsequenz: Als „Bad Boys“ werden sie von Fonds, die nach ESG-Kriterien investieren, ausgeschlossen.

Klingt konsequent – und ist es auch. Aber ist es auch immer sinnvoll? Nicht unbedingt. Denn langfristig haben Unternehmen mit einem schwachen Nachhaltigkeitsrating manchmal sogar mehr Wachstums- und Verbesserungspotenzial. Deshalb sollten Investoren jedes Unternehmen einzeln betrachten. Amundi, Europas größte Fondsgesellschaft, verfolgt mit seinem Best-in-Class-Ansatz genau diese Strategie.


Will man etwas bewirken, kann man Unternehmen nicht einfach nur ausschließen. Denn wenn man sich nicht engagiert, gibt man jeden Einfluss auf die weitere Entwicklung des Unternehmens auf.

Vincent Mortier, Amundi

„Wir wollen erreichen, dass möglichst viele Unternehmen ihre Geschäftsmodelle erneuern, damit wir Fortschritte beim Thema Klimawandel erzielen können“, erläutert Elodie Laugel, Amundi Chief Responsible Investment Officer, „für Veränderungen gibt es durchaus Anreize. Wir sind von dieser Best-in-Class-Anlagestrategie im Zusammenspiel mit einem kontinuierlichen Dialog mit Unternehmen überzeugt.“

Zum Beispiel bemühen sich einige Ölkonzerne und Produzenten anderer fossiler Brennstoffe seit einiger Zeit um mehr Nachhaltigkeit und machen Fortschritte im Ausbau erneuerbarer Energien. Energieunternehmen wie BP treiben ihre Nachhaltigkeitsstrategie voran, nicht nur durch die Reduzierung ihrer CO2-Emissionen, sondern auch durch die transparentere Darstellung ihrer Fortschritte auf diesem Gebiet.

Der Ausschluss bleibt ein bedeutendes Mittel, ist aber nicht ohne Nachteile. „Will man etwas bewirken, kann man Unternehmen nicht einfach ausschließen, denn wenn man sich nicht engagiert, gibt man jeden Einfluss auf die weitere Entwicklung des Unternehmens auf“, erläutert Vincent Mortier, CIO von Amundi.

Allerdings: Es gibt auch bei Amundi klare Ausschlusskriterien für Unternehmen, deren Geschäftsfelder generell nicht unterstützt werden. Beispiele dafür sind Unternehmen, die umstrittene Waffen wie Streubomben oder chemische Waffen herstellen, Tabakprodukte produzieren oder neue Kohlekraftwerke planen. Da ist dann wirklich Schluss.

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