MBA-Ausbildung: Österreich gewinnt

MBA-Ausbildung: Österreich gewinnt

Der globale MBA-Markt ist in Bewegung. Unsichere Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern haben Österreich verstärkt ins Blickfeld von MBA-Interessenten gerückt. Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy, kennt weitere gute Gründe, die für eine MBA-Ausbildung in Österreich sprechen.

Großbritanniens Brexit-Votum oder die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten zeigen, wie sehr die Politik direkten Einfluss darauf hat, für welches Programm sich MBA-Bewerber entscheiden: Laut einer Studie des General Management Admission Council (GMAC) haben die strengeren Einreisebestimmungen in den USA und Großbritannien bereits deutlich ihre Spuren hinterlassen: Über 50 Prozent der amerikanischen Business Schools verzeichnen einen Rückgang bei den Anmeldezahlen. Ähnlich die Situation in Großbritannien: 52 Prozent der befragten MBA-Bewerber aus Nicht-GB-Ländern geben an, dass sie sich aufgrund der sich durch den Brexit deutlich verschlechterten Chancen auf eine Aufenthalts- beziehungsweise Arbeitsgenehmigung nicht für ein MBA-Programm in Großbritannien entscheiden werden.

Auch in China ist der Markt für Executive MBAs um mehr als die Hälfte zurückgegangen, nachdem die Regierung verpflichtende Eingangstests auch für Part-Time MBAs eingeführt hat. Zuvor gab es diese nur für Full-Time-MBA-Bewerber.

Die Restriktionen in den klassischen MBA-Ländern rücken nun verstärkt österreichische MBA-Programme in ein besseres Licht. Obwohl diese im internationalen Vergleich nicht zurückstehen, hatten sie in der Vergangenheit nicht das Ansehen wie andere, qualitativ vergleichbare Programme am globalen MBA-Markt. „Zu unrecht.“, wie Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy, überzeugt ist: „Was die Qualität, die internationale Ausrichtung und die Chancen am Arbeitsmarkt anbelangt, stehen einige MBAs aus Österreich großen internationalen Programmen um nichts nach – ganz im Gegenteil, sie bieten den Teilnehmern einige Vorzüge, die anderswo nicht leicht zu finden sind.“

Fünf Gründe für einen MBA in Österreich

1. Top-Qualität im internationalen Vergleich

Zwei Kriterien spielen bei der Suche nach dem richtigen MBA eine zentrale Rolle, weil sie ganz wesentliche, objektive Indikatoren für die Qualität eines Programms darstellen: internationale Akkreditierungen und Rankings. Hier können einige österreichische Anbieter mithalten, weil sie von einer der führenden internationalen Akkreditierungsagenturen AACSB, AMBA oder EQUIS, bzw. der deutschsprachigen FIBAA akkreditiert sind, oder hervorragende Ergebnisse in nationalen und internationalen Rankings erzielen.

2. Internationale Ausrichtung

Je internationaler ein MBA Programm orientiert ist, desto besser finden die Teilnehmer ihre Unternehmensrealität abgebildet, die von Globalisierung, kultureller Vielfalt und Schnelllebigkeit geprägt ist. Drei Dimensionen spielen hier eine besonders wichtige Rolle: die Herkunft der Teilnehmer, Vortragende aus der ganzen Welt und internationale Studienreisen. Viele österreichische MBA-Anbieter haben ihr englischsprachiges Angebot in den letzten Jahren sukzessive erweitert, um noch mehr internationale Teilnehmer für ihre Programme zu gewinnen.

3. Preis-Leistungsverhältnis

Um ein renommiertes MBA-Programm in Europa zu besuchen, muss man bisweilen tief in die Tasche greifen. Die Kosten variieren ziemlich. An der London Business School Business School bezahlt man etwa 95.000 Euro für den Executive MBA, am IMD in Lausanne 91.000 Euro und an der IE Business School sind es immer noch 61.000 Euro. In Österreich sind die durchschnittlichen Preise für MBAs deutlich niedriger. An der WU Executive Academy bewegt sich die Preis­Range etwa zwischen 15.500 und 49.000 Euro.

4. Rot-Weiß-Rot Karte

Nach Absolvierung eines MBA-Studiums in Österreich haben Bürger aus Drittstaaten, also einem Staat außerhalb der EU, die Möglichkeit, eine Rot-Weiß-Rot Karte zu beantragen. Nach der individuellen Prüfung wird die Karte in der Regel für 24 Monate ausgestellt und berechtigt dazu, für diesen Zeitraum in Österreich zu leben und zu arbeiten. Infromationen dazu bieten Sozial- und Innenministerium unter www.migration.gv.at

5. Zentral, sicher und lebenswert

Über 1.200 internationale Konzerne, unter ihnen Henkel, Siemens, JVC oder Beiersdorf, haben in Österreich ihre CEE-Zentrale eingerichtet. Einige der wichtigsten internationalen Organisationen wie UNO, UNIDO, IAEO oder OPEC sind in Wien ansässig. Was neben dem starken wirtschaftlichen Umfeld für viele MBA-Bewerber außerdem zählt, ist die Anbindung: In weniger als vier Stunden erreichen sie Wien aus Moskau, Teheran, Lissabon oder Reykjavik.

Zu allen genannten Punkten sieht Stöttinger die WU Executive Academy (WUEA), über die die Executive Education Programme der WU abgewickelt werden, besonders gut aufgestellt. „Wir sind in der glücklichen Lage, über die seltene „triple accreditation“, also AACSB, AMBA und EQUIS, zu verfügen. Weltweit können das derzeit nur 86 Business Schools von sich behaupten. Darüber hinaus zählen wir im renommierten Financial Times Executive MBA Ranking seit fast 10 Jahren zu den 100 besten MBA-Programmen weltweit. Zwei Qualitätskriterien, die für viele unserer Teilnehmer ausschlaggebend sind“, so Stöttinger.

Internationalität steht an der WUEA hoch im Kurs. Über die Hälfte der Vortragenden stammt den mehr als 240 Partneruniversitäten und führenden Unternehmen aus der ganzen Welt. Zudem veranstaltet die Universität Studienreisen in die USA, nach Südamerika und Asien. Über 60 Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland. In manchen Programmen sind es überhaupt schon 100 Prozent.

Die Kosten der MBA-Weiterbildungsprogramme sind wie erwähnt im internationalen Vergleich sehr wettbewerbsfähig und Wien bietet zudem eine Top-Lebensqualität. Zum mittlerweile achten Mal in Folge wurde Wien zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit gewählt. Stöttinger: "Auch politische und soziale Sicherheit, eine hervorragende gesundheitliche Versorgung und ein umfassendes kulturelles und touristisches Angebot sind Kriterien, die für MBA-Bewerber bei der Wahl für ein bestimmtes Programm mitentscheidend sind."


WU Executive Academy

Die WU zählt seit über 100 Jahren zu den führenden Hochschulen weltweit und bündelt in der WU Executive Academy ihr Programmportfolio im Bereich „Executive Education“. Dazu zählen MBA und Master of Laws Programme, das Universitätsstudium Diplom BetriebswirtIn, Universitätslehrgänge, Custom Programs und Kurzprogramme.

Durchschnittlich 800 Graduate Students und ca. 1.200 Führungskräfte, Fachleute und High-Potentials aus über 75 Ländern werden jedes Jahr in den Programmen aus- und weitergebildet. Der Campus WU gehört zu den modernsten Europas. Er bietet 22.000 Studierenden und 2.100 MitarbeiterInnen Platz.

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