Wirtschaft boomt wieder - die Austro- Hotspots

So schnell können aus Pessimisten Optimisten werden. Noch vor einem Jahr beurteilten Banker und Unternehmen die wirtschaftliche Lage in Österreich als eher verhalten. Nur zwölf Monate später ist alles ganz anders.

Wirtschaft boomt wieder - die Austro- Hotspots

Lange hat ein kräftiges Anziehen der Wirtschaft auf sich warten lassen, jetzt ist es da.

Es läuft wieder rund in der österreichischen Wirtschaft. Die wirtschaftliche Lage ist sogar so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr, befinden Österreichs Banker. Sie gehen laut einer Umfrage des Marktforschers emotion banking für 2017 von einer deutlichen Verbesserung der heimischen Wirtschaftslage aus.

Fast drei Viertel der Banker sind optimistisch

Ganze 71 Prozent der befragten Experten in der Bankenbranche bewerten die Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten positiv. Für die kommenden zwölf Monate vergrößert sich diese Einschätzung sogar auf 81 Prozent. In Deutschland sehen die Experten die Entwicklung ähnlich positiv, wenn auch auf leicht niedrigerem Wert von rund 62 Prozent. Kritischer wird aber in die Zukunft geblickt, hier sehen nur 38 Prozent eine weitere positive Dynamik in den nächsten zwölf Monaten.

Stark verbesserte wirtschaftliche Lage

Wie stark die Meinung umgeschlagen hat, zeigen die Daten des Vorjahres. Vor einem Jahr waren lediglich 6,7 Prozent der befragten Banker dieser Ansicht, dass sich die ökonomische Lage verbessern wird.

14 Prozent mehr Unternehmen mit guter bis sehr guter Auftragslage

Dass sich die Wirtschaft in den vergangenen Monaten gedreht hat, diagnostizieren nicht nur Banker, sondern auch heimische Unternehmer. In einer Umfrage des Kreditschutzverband KSV 1870 unter rund 1.000 Unternehmen bewerteten 63 Prozent der befragten ihre Auftragslage als gut bis sehr gut. Ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Am stärksten ist die Zahl jener Unternehmen, die eine gute bis sehr gute Auftragslage verbuchen, in Kärnten gestiegen, wenn auch dort die Ausgangsbasis gegenüber dem Vorjahr besonders niedrig war. Vor einem Jahr gaben nur 44 Prozent der Kärntner Firmen an über gute gefüllte Orderbücher zu verfügen. Seither stieg die Zahl um 21 Prozent. Ähnliches gilt für Oberösterreich. Auch dort hat sich die Auftragslage der Unternehmen um 20 Prozent, von niedrigem Niveau ausgehend, verbessert (siehe Tabelle).

Am besten sind die Auftragsbücher in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten gefüllt.

Auch die Zukunft ist rosig

Auch die Zahl der Unternehmen, die optimistisch in die Zukunft blicken, hat kräftig zugelegt. Die deutlichste Erholung der Wirtschaft zeichnet sich für 2017 in Vorarlberg ab. Für das Jahr 2017 erwarten 39 Prozent mehr Firmen im Ländle steigende Aufträge als im Vorjahr. Das sind doppelt so viel wie 2016. Die Zahl der Optimisten unter den Unternehmern ist auch in Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und Tirol gegenüber dem Vorjahr in zweistelliger Höhe gestiegen (siehe Tabelle oben). In Wien ist man mit einem prognostizierten Zuwachs von zehn Prozent noch etwas verhaltener, aber auch in der Bundeshauptstadt erwarten 60 Prozent eine gute Entwicklung für dieses Jahr.

Bessere Wirtschaftslage, mehr Firmengründungen?

KSV1870 Vorstand Ricardo-José Vybiral: „Die Unternehmer bestätigen mit ihrer Einschätzung den Konjunkturaufschwung, den Ökonomen schon seit einiger Zeit orten. Wenn der Optimismus mehr Menschen als bisher zu animieren, sich dem Unternehmertum zu stellen, könnte sich diese Entwicklung auch in steigenden Gründerzahlen niederschlagen.“

Falle finanzielle Selbstüberschätzung: Die aktuelle hohe Teuerungsrate erfordert einen kontrollierteren Umgang mit den eigenen finanziellen Mitteln.

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