Vögele Shoes endgültig Pleite - Sanierung gescheitert

Der Sanierungsplan für die insolvente Vorarlberger Schuh & Schuh PKTS, die bis Dezember noch unter ihrer Marke Vögle Shoes firmiert hatte, ist gescheitert. Nun soll mit einem Alternativplan aus dem Konkurs heraus 26 von 30 Filialen verkauft werden. Für 100 der zuletzt 180 Mitarbeiter sollen somit die Jobs gerettet werden.

Vögele Shoes endgültig Pleite - Sanierung gescheitert

Die Sanierung der Vögele-Shoes-Kette ist geplatzt. Nun erfolgt der totale Abverkauf.

Die in Dornbirn ansässige Schuheinzelhandelskette Schuh & Schuh PKTS zieht den Notstopp. Der Eigentümer der ehemaligen Vögele Shoes hat den Turnaround nicht geschafft, wie es im Sanierungsplan vorgesehen war.

Das Unternehmen hatte am 31. Jänner 2017 Insolvenz beantragt. Das Unternehmen sollte nach einer mit den Gläubigern vereinbarten Entschuldung fortgeführt werden. Doch der Sanierungsplan konnte nicht so erfüllt werden, wie es geplant war. Der erforderliche Finanzbedarf konnte nicht aufgebracht werden, wie da Unternehmen in einer Aussendung mitgeteilt hat. Auch die Suche nach einem finanzkräftigen Investor blieb erfolglos. Deshalb wurde nun das Sanierungsverfahren eingestellt und Konkurs angemeldet. Der Sanierungsplanantrag wurde mit heutigem Tag beim Landesgericht Feldkirch zurückgezogen.

15 der insgesamt 30 Filialen hätten laut Sanierungsplan bis 1. Mai geschlossen werden sollen, um das Überleben der Schuhhandelskette zu sichern. "Die Unternehmensfortführung verlief seit der Insolvenzeröffnung durchaus positiv – in den letzten drei Monaten erwirtschafteten wir ein Umsatzplus von 12,7 Prozent “, erklärte Christian Hahn, Geschäftsführer der Schuh & Schuh PKTS Gmbh. Das Unternehmen im Rahmen eines Sanierungsplans im Jänner den Gläubigern eine Rückführung von 20 Prozent der Schulden binnen zwei Jahren angeboten, was von den 329 Gläubigern zugestanden wurde.

Betroffen von der Insolvenz waren im Jänner zunächst insgesamt 240 Beschäftigte. Derzeit sind noch 180 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste. Die Höhe der Schulden beliefen sich zur Einleitung des Insolvenzverfahren im Jänner auf rund drei Millionen Euro. Mit dem jetzigen Übergang in das Konkursverfahren könnte sich die Höhe der Schulden nochmals erhöhen. Der Masseverwalter rechnet mit rund 5,5 Millionen Schulden.

Verkauf der Filialen

Nun soll die Resteverwertung eingeleitet werden. Die Ware soll in allen Filialen mit 30 Prozent Rabatt abverkauft werden. Bis 31. Juli sind alle 30 Vögele-Shoes-Filialen noch geöffnet. „Für 26 der 30 Filialen besteht die große Chance zur Fortführung", sagt Masseverwalter Gisinger. Namhafte Schuheinzelhändler aber auch "branchenfremde Unternehmen" hätten demnach bereits Unternehmenskaufverträge abgeschlossen. Die endgültige Einigung der neuen Eigentümer mit den derzeitigen Vermietern in Einkaufs- und Fachmarktcentern steht aber noch aus.

Mit dem Verkauf der Filialen sollen auch die noch 100 bestehenden Arbeitsplätze an den jeweiligen Standorten gerettet werden. Mit dem Abverkauf der Ware und dem Verkauf der Filialstandorte erwarten sich Geschäftsführung und Konkursverwalter nun mehr als nur die 20 Prozent der im Sanierungsplan veranschlagten Schulden an die Gläubiger retournieren zu können.

Falle finanzielle Selbstüberschätzung: Die aktuelle hohe Teuerungsrate erfordert einen kontrollierteren Umgang mit den eigenen finanziellen Mitteln.

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