US-Textilhandelskette Forever21 ist pleite

US-Textilhandelskette Forever21 ist pleite

Die US-Textilhandelskette Forever21 ist insolvent. Das Unternehmen hat den Insolvenzantrag gestellt. Eine Sanierung und Schuldennachlass sollen den Betrieb retten. Weltweit sind über 800 Geschäfte betroffen.

Das Textilhändlersterben in den USA geht weiter: Jüngstes Opfer ist Forever21. Das Unternehmen hat in den USA Insolvenz angemeldet. Unter Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts kann das Unternehmen nun auf eine Sanierung und den Fortbetrieb hoffen. Die weltweite Konkurrenz vor allem im Billigpreissegement, geändertes Konsumverhalten (das setzen auf Nachhaltigkeit) und Verlagerung der Präsenz ins Online-Shopping setzen stationären Händlern kräftig zu.

Forever21 ist ein Handelskette im Billigpreissegement. Hauptkonkurrenten sind etwa H&M, Zara, C&A, die sich in teuren Top-Lagen sowie zuletzt auch verstärkt im Internet gegeneinander sowie gegen Amazon einen erbitterten Preiskampf bieten.

Die 1984 von dem aus Südkorea stammenden Paar Do Won und Jin Sook Chang gegründete US-Billig-Modekette Forever 21 hat mit dem Insolvenzantrag 815 Geschäfte in 57 Ländern. Zwei Läden hatte der US-Billighändler auch in Wien in exponierten Innenstadtlagen.

Von den Über 800 Geschäften sollen nun 178 Filaien, damit rund ein Viertel der Geschäfte, im Zuge der geplanten Restrukturierung geschlossen werden.

Die fehlgelenkte Aufregung

Im Jahr 2017 hatte das Unternehmen, das sich in Familienbesitz befindet, noch große Expansionspläne. "In den vergangenen 30 Jahren hat Forever 21 einige außergewöhnliche Leistungen erzielt", ergießt sich die Geschäftsführung in überschwänglichen Eigenlob. Binnen dreier Jahre wollte das Unternehmen noch einmal einen kräftigen Wachstumsschub hinlegen. Das Ziel des Unternehmens war so schnell zu wachsen wie die 30 Jahre davor insgesamt. "Es wird aufregend sein zu sehen, wie das Unternehmen innerhalb 3 Jahre das erreichen wird, wofür es zunächst 30 Jahre gebraucht hat", heißt es noch auf dem Internetportal.

Als 8-Milliarden-Dollar-Company reihte sich das Unternehmen in die Top-5-Rangliste der US-Textileinzelhandelsketten. Die große Aufregung ist jedoch gebrochen. Auch in Österreich, wo die beiden Läden in Top-Lagen Wiens auf der Kärntner Straße sowie in Mariahilfer Straße bereits zugesperrt wurden.

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