Steirischer Schnäppchen-Händler "Preis-Pirat" insolvent

Der steirische Schnäppchenhändler sollte vor der Covid-Krise noch verkauft werden. Dann kam alles ganz anders und infolge der Corona-Krise ging der Preis-Pirat pleite. Über eine Million Euro Passiva sind angeschrieben.

Steirischer Schnäppchen-Händler "Preis-Pirat" insolvent

Lebring: Der steirische Schnäppchen-Händler "Preis-Pirat" aus Lebring ist insolvent. Das Unternehmen mit zuletzt 14 Filialen hat am Donnerstag laut KSV1870 beim Zivillandesgericht Graz einen Insolvenzantrag gestellt. Eine Fortführung ist nicht angedacht, denn man will die Firma verkaufen. Mitverantwortlich für die Zahlungsunfähigkeit seien die Covid-19-Beschränkungen gewesen.

2001 hat Günter Hubmann den Handelsbetrieb unter der Marke "Preis-Pirat" eröffnet. Das Warensortiment bestand aus Billigprodukten. 19 Filialen hat man vorübergehend betrieben. Nach dem Tod des Gründers übernahm die Tochter den Betrieb. 48 Dienstnehmer waren zuletzt beschäftigt. Rund 70 Gläubiger sind von der Insolvenz nun betroffen. Die Überschuldung liegt bei 0,65 Mio. Euro. Die Passiva belaufen sich auf rund 1,3 Mio. Euro.

Starke Konkurrenzzuwächse internationaler Konzerne hätten in den vergangenen Jahren zu Umsatzrückgängen geführt. Nach und nach wurden Filialen geschlossen und Mitarbeiter gekündigt. Ende 2019 begann man mit Verkaufsgesprächen, doch die kamen zu keinem Abschluss. Durch die Covid-19-Beschränkungen inklusive behördlicher Schließungen einzelner Standorte über mehrere Wochen sei schließlich die Zahlungsunfähigkeit eingetreten. Die Umsatzrückgänge beliefen sich geschätzt auf 0,55 Mio. Euro.

Das Unternehmen soll zumindest kurzfristig weiter fortgeführt werden, um eine attraktive Verwertung zu erreichen. Ein Kaufinteressent habe nämlich Interesse bekundet.

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