Start-up-Pleite: Grazer "Hadi App" ist insolvent

Das aus Grazer Start-up "Hadi App" ist pleite. Das Unternehmen, das eine Handwerker-Vermittlung angebot, hat Insolvenz angemeldet und wurde geschlossen

Hadi App bei "2 Minuten 2 Millionen". Damals war die Welt noch in Ordnung.

Hadi App bei "2 Minuten 2 Millionen". Damals war die Welt noch in Ordnung.

Wieder eine Pleite in der österreichischen Start-up-Landschaft. Das Grazer Unternehmen "Hadi App", das mit einem Auftritt in der Puls4 Fernsehshow "2 Minuten 2 Millionen" einen etwas größeren Bekanntheitsgrad erreichen konnte, hat Insolvenz angemeldet.

Die Vermarktungsplattform für Handwerker und Dienstleister ist laut Kreditschutzverband KSV1870 und eigenen Angaben zufolge mit 346.000 Euro überschuldet. 25 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen. Auch die Investoren - darunter die startup300 AG und Michael Altrichter, die sich bei in der TV-Show mit an dem Unternehmen beteiligt und zuletzt 10 Prozent gehalten hatten - fallen um ihr Investment um. Zu den weiteren Gesellschaftern gehörte die MT Media Haus GmbH (58,58%), an der Geschäftsführer Agkün Levent hauptbeteiligt ist.

App mit Fehlern

Vermittlung von Handwerkern und Dienstleistern via Hadi App: Das Angebot hatte nicht funktioniert.

Vermittlung von Handwerkern und Dienstleistern via Hadi App: Das Angebot hatte nicht funktioniert.

Das Geschäft von "Hadi-App" ist trotz des TV-Auftritts nie "richtig durchgestartet". Die Ursache für die Pleite soll aber letztlich nicht die Business-Idee, sondern eine nicht ausgereifte App gewesen sein, die aufgrund von Fehlentwicklungen neu entwickelt werden musste.

Die App sei nun zwar marktreif, es würden jedoch ein professioneller Vertrieb sowie umfassende Marketingmaßnahmen benötigt werden. Von Gesellschafterseite wurden weitere Zuschüsse aber nicht mehr geleistet. Das Unternehmen ist bereits geschlossen, die Website hadiapp.at offline. Eine Fortführung ist nicht geplant.

Das aktive Forderungsmanagment gehört zu den Pflichten eines jeden Unternehmens.

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