SFL Holding folgt der Tochter in die Pleite

SFL Holding folgt der Tochter in die Pleite

Der renommoerte Metallbauer SFL, der etliche Projekte vorzeigen kann, hat mit den Gläubigerbanken keinen gemeinsamen Nenner gefunden.

Nach der Pleite von SFL technologies ist nun auch die Mutter SFL Holding im steirischen Stallhofen pleite. Das Unternehmen unter der Federführung des Gründers und Eigentümers Johann Höllwart ist bei fünf Banken in der Kreide. Die abgetretenen Forderungen werden nun geprüft.

Stallhofen/Wien. Nach dem Technologieunternehmen SFL technologies in der Vorwoche muss nun auch die SFL Holding zum Konkursrichter. Wie berichtet hat das Fassadenbauspezialist in der Vorwoche Konkurs anmelden müssen, nachdem das Unternehmen die Überschuldung nicht mehr stemmen konnte.

Wie berichtet hat sich SFL technologies offenbar vom Projekt "Belevedere" in Wien nicht mehr finanziell erholen können. Der Metallbauer hatte mit einem Auftraggeber aus der Unternehmensgruppe Signa von René Benko einen Millionen schweren Rechtsstreit geführt und war letztendlich auch deswegen in finanzielle Schieflage geraten.

Die Schulden in Höhe von 57,7 Millionen Euro haben nach der Insolvenz aus dem Jahr 2017 die Passiva wieder aufleben lassen. Was nun auch die Mutter in die Insolvenz mitgerissen hat. Die SFL Holding haftet nämlich für Bankkredite der Tochter. Mit den Banken sollten daher Rückführungs- bzw. Verzichtserklärungen ausgehandelt werden, die nun offenbar gescheitert sind.

Auf Betreiben einer der fünf Banken wurde laut KSV1870 nun auch ein Insolvenzantrag gegen SFL Holding eingebracht. Das Unternehmen hat selbst die Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit eingestanden.

Die Holding befasst sich in erster Linie mit den Beteiligungen der Unternehmen rund um den Firmengründer Johann Höllwart. Zudem hat die SFL Holding auch die Liegenschaftsverwaltung und Liegenschaftsvermietung unter seiner Kontrolle.

Die Anmeldefrist für die Forderungen wurde mit 20. Mai 2019 bestimmt. Der KSV1870 bietet allen Gläubigern an, sie in diesem Fall zu vertreten. Unterlagen per E-Mail an ins.graz <AT> ksv.at.

Die erste Gläubigerversammlung wurde auf den 23. April 2019 anberaumt.

Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 3. Juni 2019 statt.


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