Noch ein Unternehmen der Herbitschek-Gruppe pleite

Noch ein Unternehmen der Herbitschek-Gruppe pleite

Stocker Haustechnik GmbH aus der Obersteiermark musste Zahlungsunfähigkeit. anmelden. Laut Kreditschützer KSV wird für das zur Herbitschek-Gruppe gehörende Unternehmen mit seinen 300 Mitarbeitern eine Auffanglösung angestrebt.

Graz. Eine weiteres Unternehmen aus der insolventen oststeirischen Herbitschek-Gruppe, die Stocker Haustechnik GmbH in Mürzhofen, musste am Mittwoch Zahlungsunfähigkeit anmelden. Die Hausbank hatte - wohl infolge der Turbulenzen beim Mutterunternehmen - den Kontokorrentkredit gekündigt, weshalb beim Handelsgericht Leoben Konkurs beantragt werden musste. Betroffen sind 11 Dienstnehmer und etwa 60 Gläubiger.

Laut dem Kreditschützer KSV wird eine Auffanglösung bei dem im obersteirischen Mürzhofen angesiedelten Unternehmens angestrebt, die sich mit Haustechnik, Elektrotechnik und Elektroeinzelhandel beschäftigt. Die seit April 2012 existierende Stocker Haustechnik steht zu 100 Prozent im Eigentum der seit 13. November insolventen Herbitschek GmbH mit Sitz im oststeirischen Ratten. An Passiva sind 0,4 Mio. Euro, an Aktiva rund 0,1 Mio. Euro bekannt, woraus sich eine Überschuldung von rund 0,3 Mio. Euro ergibt.

Die Stocker Haustechnik GmbH ist von der insolventen Herbitschek GmbH operativ und finanziell abhängig. Mit der Kündigung des Kredits der Hausbank verlor das Mürzhofener Unternehmen die Betriebsmittelfinanzierung. Versuche, noch eine Investorenlösung zu finden, waren erfolglos. Ein Insolvenzverwalter muss noch bestellt werden. Dieser hat zu prüfen, ob zumindest eine kurzfristige Fortführung des Unternehmens ohne weitere Schäden für die Gläubiger möglich ist oder ob noch weitere Investorengespräche zu führen sind. Eventuell könnte sich die Möglichkeit einer Auffanglösung ergeben, hieß es seitens des KSV.

Die oststeirische Herbitschek GmbH mit Sitz in Ratten (Bezirk Weiz) hat am 13. November Insolvenz anmelden müssen. Das Bau-Unternehmen mit knapp 300 Mitarbeitern hat ein Sanierungsverfahren beantragt. Ursache dürfte das große Dachausbau-Projekt in Wien gewesen sein, das nicht wie gewünscht verlief. Laut den Kreditschützern sind rund 420 Gläubiger betroffen. Die Passiva dürften sich auf rund 13,9 Mio. Euro belaufen, die Aktiva auf 15,4 Mio. Euro, wobei es sich um Buchwerte handelt, die bei einer Fortführung gelten.

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