Leuchtenhersteller Consot stolpert über Auftrag in Mekka

Leuchtenhersteller Consot stolpert über Auftrag in Mekka

Die niederösterreichische Unternehmensbeteiligungsgesellschaft Consot, die als "Lights of Vienna" Beleuchtungskörper im Luxussegment herstellt, ist insolvent. Als Ursache werden Verzögerungen bei einem Auftrag zur Ausstattung der Moschee in Mekka angegeben.

Die Consot m.b.H., eine in Guntramsdorf ansässige Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, die sich auf die Herstellung von Luxus-Beleuchtungskörpern mit besonderem Fokus auf die Hotellerie spezialisiert hat, ist insolvent und hat ein Sanierungsverfahren beim Landesgericht Wiener Neustadt beantragt. Das Unternehmen hat seine Zahlungen eingestellt.

Den Passiva von 6,5 Millionen Euro stehen Aktiva von rund 1,6 Millionen Euro gegenüber, von der Insolvenz betroffen sind 26 Mitarbeiter und 37 Gläubiger.

Als Insolvenzursache gibt das Unternehmen Verzögerungen bei dem Projekt zur Ausstattung der Moschee in Mekka mit neuen Beleuchtungskörpern an, der das Unternehmen in den letzten Jahren hauptsächlich beschäftigte. Aufgrund des Todes des Königs von Saudi Arabien und der folgenden politischen Umstürze kam es immer wieder zu Verzögerungen in der Umsetzung des Auftrages. Dabei musste das Unternehmen aber sowohl Infrastruktur vorfinanzieren als auch bei Materialbestellungen in Vorlage treten.

Uneinbringliche Forderungen

Die Verzögerungen führten dazu, dass nunmehr die materiellen Insolvenzkriterien eingetreten sind. Über die ConSeal GmbH, eine Beteiligung der Consot, ist ebenfalls ein Insolvenzverfahren anhängig. Hierbei kam es ursprünglich zu Haftungsübernehmen. Hohe Forderungen gegen diese Gesellschaft sind zumindest weitgehend uneinbringlich.

Das Unternehmen soll während des Insolvenzverfahrens fortgeführt und restrukturiert werden. Da nicht absehbar ist, wann und ob der saudische Auftrag umgesetzt wird, muss das Unternehmen auf die derzeitige Auftragslage angepasst werden.

Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 25 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme angeboten. Dabei handelt es sich um ein erstes Angebot. Ob, bzw. in welcher Weise eine Verbesserung möglich ist, wird der KSV1870 in Zusammenarbeit mit dem noch zu bestellenden Insolvenzverwalter prüfen. Gläubigerforderungen können ab sofort über den KSV1870 angemeldet werden ( ins.team.noeb <AT> ksv.at ).

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