KSV1870 lockt Gemeinden mit Gratis-Paket

KSV1870 lockt Gemeinden mit Gratis-Paket

Mit einem zeitlich befristeten Gratis-Paket will der Gläubigerschutzverband KSV1870 Gemeinden als neue Kunden gewinnen. Anlassfall ist eine neue Gesetzeslage im Haushaltsrecht, die ab 2020 schlagend wird.

Ab dem Jahr 2020 wird es für die Gemeinden ernst, wenn das neue Haushaltsrecht mit der Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung 2015 (VRV) Gesetzeskraft bekommt. Ziel der neuen Verordnung bei der Darstellung der Finanzen für noch mehr Transparenz zu sorgen. Die finanzielle Sicht der aktuellen VRV 1997 wird dann um eine Ergebnis- und eine Vermögenssicht ergänzt (Drei-Komponenten-System).

Für Gemeinden soll durch die Gesetzwerdung des neuen VRV für das Haushaltsjahr 2020 auch bedeuten, dass die Zahlungsmoral gehoben werden kann. Die Ergebnisse der Austrian Business Check-Umfrage vom KSV1870 haben ergeben, dass die Zahlungsmoral in Österreich noch immer zu wünschen übrig lässt: Jeder Fünfte zahlt demnach seine Rechnungen zu spät. Und das betrifft freilich auch Gemeinden, deren Finanzsituation häufig selbst angespannt ist. In Österreich werden pro Jahr zumindest 1,9 Mio. Rechnungen in der Höhe von 1,35 Mrd. Euro selbst nach versendeten Zahlungserinnerungen und Mahnungen nicht bezahlt. Betroffen sind dabei auch Gemeinden, die auf offen Forderungen sitzen und vor Zahlungsausfällen nicht gefeit sind.

„Für Gemeinden ist es höchste Zeit, sich für die VRV 2015 zu rüsten, um 2020 keine unliebsamen Überraschungen zu erleben“, meint Ricardo-José Vybiral, CEO des Gläubigerschutzverband KSV1870.

Der KSV will nun die Gemeinden mit einem Willkommensbonus locken. Bis inklusive 2020 zahlen Gemeinden keinen Mitgliedsbeitrag. Ab 2021 zahlen die Gemeinden dann den halben Beitrag von 99 Euro pro Jahr. Zusätzlich verspricht der Gläubigerschutzverband im Ernstfall ein effizientes Forderungsmanagement und unterstützt mit einem umfassenden Insolvenzservice sowie hochwertigen Bonitätsauskünften.

Der KSV wirbt mit einer 20-prozentigen Erfolgsquote etwa bei uneinbringlichen Forderungen, was "deutlich über dem Branchendurchschnitt" der Inkassobranche liegt. In 85 Prozent der Fälle könne der KSV eine außergerichtliche Einigung mit den Schuldnern erzielen und im Schnitt 85 Prozent des offenen Betrages eintreiben. Bei jedem dritten Inkassofall dauert laut KSV die Betreibung der Geldforderung lediglich 14 Tage.



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