Sperrstunde: Game over für Thomas Cook Austria

Die insolvente Thomas Cook Austria AG wird endgültig zugesperrt. Der Insolvenzverwalter hat angekündigt, bei Gericht einen Antrag auf Schließung des Unternehmens einzubringen.

Sperrstunde: Game over für Thomas Cook Austria

Nun ist es fix: Die Österreich-Tochter des britischen Reisekonzern Thomas Cook geht in Konkurs. Wie der Kreditschutzverband KSV1870 mitgeteilt hat, ist der Fortbetrieb des Unternehmen in der Insolvenz nicht möglich. Eine Sanierung würde demnach keine Aussicht auf eine Quotenausschüttung haben. Am 26.9 2019 hatte auch die Österreich-Tochter Thomas Cook Austria AG Insolvenz angemeldet., nachdem die britische Konzernmutter bereits drei Tage zuvor Insolvenz angemeldet hatte.

Der bestellte Insolvenzverwalter hat angekündigt, dass er noch heute [3.10.2019 ] den Antrag auf Schließung des Unternehmens bei Gericht einbringen wird. Der KSV1870 geht davon aus, dass das Handelsgericht Wien dann rasch die Schließung anordnen wird.

In Österreich sind von der Pleite 60 Arbeitnehmer und bis zu 15.000 Gläubiger betroffen. Zwar hatte Thomas Cook Austria ein Vermögen von 41,6 Millionen Euro und Passiva laut Gläubigerliste von 33 Millionen Euro. Der Insolvenzverwalter ist mit dem Insolvenzantrag bereits davon ausgegangen, dass sich die Aktiva vor allem auf konzerninterne Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beziehen und daher kaum einzubringen sein werden, zumal die Insolvenzursachen in der Zahlungsunfähigkeit der britischen und deutschen Gesellschaften liegen.

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