Firmenpleiten nehmen in Deutschland zu

Die Zahl der Insolvenzen erhöhte sich im Jänner gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,7 Prozent auf 1700. Die meisten Pleiten betreffen den Handel.

 Firmenpleiten nehmen in Deutschland zu

Berlin. Die Konjunktur ruckelt, das Wachstum wird von den verschiedenen Wirtschaftsforschern zumindest bis zum Sommer etwas schwächer eingeschätzt. DAs hat auch Auswirkungen auf die Firmenpleiten. Zumindest in Deutschland steigt die Zahl der Firmenpleiten wieder an. Im Jänner ist die Zahl der insolvenzen so kräftig gestiegen wie seit einem Dreivierteljahr nicht mehr. Die deutschen Amtsgerichte registrierten 1700 Unternehmensinsolvenzen und damit um 5,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Die meisten Insolvenzen gab es im Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) mit 300 Fällen, gefolgt von der Baubranche (265) und dem Gastgewerbe (208).

Die Forderungen der Gläubiger summieren sich auf 1,2 Mrd. Euro. Seit Jahresbeginn haben sich bekannte Unternehmen wie die Fluggesellschaft Germania und der Modekonzern Gerry Weber für zahlungsunfähig erklärt.

Wegen der guten Konjunktur sind die Firmenpleiten in Deutschland neun Jahre in Folge zurückgegangen. Wegen der deutlichen Konjunktureintrübung rechnet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform für heuer mit einem Ende der günstigen Entwicklung. Die Zahl der Insolvenzen dürfte demnach stagnieren. Die deutsche Wirtschaft ist bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 nicht mehr gewachsen.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sagen Deutschland für heuer einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent voraus, nachdem es 2018 noch zu 1,4 Prozent gereicht hatte. Gründe für die Schwäche sind die schlechtere Weltkonjunktur, Handelskonflikte und Risiken wie der Brexit.

Das aktive Forderungsmanagment gehört zu den Pflichten eines jeden Unternehmens.

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