CoVid-19: 8 Tipps vom KSV1870 für die Mega-Krise

Das Coronavirus erfasst binnen weniger Tage die gesamte Wirtschaft. Der Gläubigerschutzverband KSV1870 gibt Unternehmen 8 Tipps, wie in dem Krisenfall agiert werden soll.

CoVid-19: 8 Tipps vom KSV1870 für die Mega-Krise

Das Wohl und die finanzielle Stabilität der österreichischen Unternehmen hängt nicht immer nur von wirtschaftlichem Know-how und Unternehmensgeist ab. Das Coroanvirsu zeigt auf, wie rasch es etwa zu Einkommensverlusten oder Lieferengpässen kommen kann. Umstände, die so nicht vorauszusehen und beherrschbar sind.

Der KSV gibt Tipps, wie Unternehmen ihre finanzielle Liquidität aufrecht erhalten. "In jedem Fall gilt: Bleiben Sie aktiv."

  • Tipp 1: Kunden und Lieferanten immer im Blick behalten

    Als Unternehmer sind Sie generell, aber gerade in Krisenzeiten, gut beraten, alle notwendigen Kunden- und Lieferantendaten laufend zu aktualisieren – unter Berücksichtigung der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Dadurch werden unnötige Verzögerungen und administrative Aufwände vermieden. Zudem: Kein Geschäftsabschluss, ohne vorher die aktuelle Bonität geprüft zu haben.

  • Tipp 2: Vereinbarungen schriftlich festhalten – gerade jetzt.

    Alle Geschäftsabschlüsse und Rahmenbedingungen schriftlich festhalten und so formulieren, dass sie juristisch wasserdicht sind. Um Schäden bei möglichen Kundeninsolvenzen frühzeitig zu begrenzen: Eigentumsvorbehalte vereinbaren.

  • Tipp 3: Bleiben Sie transparent – nach innen und außen.

    Transparenz und die aktive Suche nach gemeinsamen Lösungen mit Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern stärkt nicht nur das gegenseitige Vertrauen in angespannten Situationen, sondern fördert auch die (langfristige) Beziehung.

  • Tipp 4: Finanzlage im Blick behalten

    Laufendes Reporting und Monitoring der eigenen Kennzahlen gehören zum unternehmerischen Einmaleins. In heiklen Phasen kann so schneller reagiert werden.

  • Tipp 5: Kein aktionistisches Handeln

    Die größte Notfallsituation soll nicht Aktionismus ausufern. Mögliche langfristige Auswirkungen sollen nicht unberücksichtigt bleiben. In Krisenzeiten ist diese Gefahr durchaus gegeben. Das gilt nicht nur für externe Aktivitäten, sondern auch intern, etwa im Umgang mit Mitarbeitern oder Produktionsabläufen. Unternehmerischer Weitblick hilft, Panik ist hingegen ein schlechter Ratgeber.

  • Tipp 6: Bei Nichtzahlung aktiv werden.

    Gemeinschaftliche, verantwortungsvolle Lösungen sind wichtig und richtig. Grundsätzlich gilt: Zahlungsziele sind einzuhalten. Geschieht das nicht, sollte ein Mahnlauf mit Verlängerung der Frist um eine Woche gestartet werden. Offene Forderungen können zudem jederzeit zum Inkasso übergeben werden. Denn: Es geht auch um Ihre finanzielle Stabilität. Doch insbesondere in herausfordernden Zeiten gilt es, gemeinsam nach sinnvollen Lösungen zu streben.

  • Tipp 7: Eigenes Rating beachten

    Nicht vergessen: Auch Ihr Unternehmen hat ein Rating. Halten Sie Ihr Rating aktuell, indem Sie dem KSV1870 laufend neue, relevante Informationen bekannt geben. Denn auch das eigene Unternehmen ist Kunde und wird „abgefragt“, etwa bei Ausschreibungen. Und: Nach einer Phase der geschwächten Konjunktur kann es auch rasch wieder zu neuen Geschäftsbeziehungen kommen.

  • Tipp 8: Unternehmensrisiken laufend checken.

    Betriebe wie auch Branchen sind teilweise sehr unterschiedlich – ähnlich kann es sich bei potenziellen Unternehmensrisiken verhalten. Daher: Mögliche Risiken evaluieren, absichernde Maßnahmen setzen, Krisen- und Aktionspläne erarbeiten und umsetzen.

Zusätzliche Informationen zum Thema Risikomanagement stellt der KSV über ein kostenloses Whitepaper via Internet zum Download bereit. Weitere Informationen liefert auch die Wirtschaftskammer Österreich.

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