Studie: Vertrauen in autonomes Fahren steigt

Autonomes Fahren: Das Vertrauen in die Technologie wächst.

Autonomes Fahren: Das Vertrauen in die Technologie wächst.

Der neuen Deloitte Global Automotive Consumer Studie zufolge sinkt die Skepsis gegenüber selbstfahrenden Autos. Mehr als die Hälfte der Befragten halten sie bereits für sicher. Nicht alle sind bereit, für die technische Innovation auch einen Aufpreis zu zahlen.

Die Akzeptanz der Konsumenten für autonom fahrende PKW nimmt international stark zu. Die Sicherheitsbedenken sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Während damals nur ein Drittel der Befragten selbstfahrende Fahrzeuge für sicher hielt, sind es 2018 bereits beachtliche 59 Prozent. „Die Akzeptanz für autonomes Fahren ist in kurzer Zeit stark gestiegen. Breite Information und Aufklärung durch Hersteller und Medien tragen maßgeblich dazu bei“, zeigt sich Matthias Kunsch, Director bei Deloitte Österreich, überzeugt. „Dieser positive Stimmungswandel sollte Ansporn für noch mehr offene Kommunikation sein.“

Umfrage: Selbstfahrende Autos

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Höhere Zahlungsbereitschaft

Die Autokäufer sind auch bereit spürbare Mehrkosten für neue, in den Autos implementierte Technologien zu akzeptieren. Im globalen Durchschnitt können sich 64 Prozent vorstellen, mehr für selbstfahrende PKW zu zahlen. Je nach Land variiert die Bereitschaft aber deutlich. In Deutschland und auch in Österreich will die Hälfte der Befragten definitiv nicht mehr zahlen, in den USA und Japan mangelt es bei 40 Prozent bis 30 Prozent an zusätzlicher Zahlungsbereitschaft.

Die gesamte Automobilindustrie, von den Zulieferern bis hin zu den Produzenten, wird durch die in vielen Kernländern vorherrschende geringe Bereitschaft, Mehrkosten zu akzeptieren vor eine schwierige Situation gestellt, denn bei der Einführung neuer Technologien und tiefgreifender Innovationen wie dem autonomen Fahren sind die Kosten generell sehr hoch. Deloitte sieht daher die Industrie befindet sich mitten in einem langen, kostenintensiven Investitionszyklus

Unzureichende Rechtssicherheit

Für den Durchbruch des autonomen Fahrens fehlt es vor allem auch noch an der notwendigen Rechtssicherheit. In vielen Ländern werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen erst diskutiert. Einen echten Schub in Richtung autonomes Fahren wird es daher erst geben, wenn entsprechende Fahrzeuge nicht nur als prototypen bereitstehen, die notwendigen Tests absolviert wurden und entsprechende Gesetze verabschiedet und in Kraft getreten sind.

Das größte Vertrauen haben die Befragten weltweit Aktuell in etablierte Marken. Das ist auch beim Thema autonomes Fahren nicht anders. Vor allem in Ländern wie Deutschland, Japan oder den USA sind die Konsumenten traditionsbewusster. Am aufstrebenden Markt China hingegen setzen nur mehr 28 Prozent auf klassische Autohersteller, in Südostasien sogar nur 13 Prozent.

„Die geringe Markenbindung am riesigen asiatischen Automarkt mit seinen enormen Wachstumsraten stellt ein großes Risiko für etablierte Hersteller dar", warnt Kunsch. Die Automobilbranche müsse in den nächsten Jahren große Anstrengungen unternehmen, um gegenüber Technologieunternehmen und Markteinsteigern nicht ins Hintertreffen zu geraten.


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Deloitte Global Automotive Consumer Study 2018

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