
In North Carolina entsteht derzeit ein zweites US-Werk, Beschleuniger dürften Trumps Zölle sein. In Deutschland soll das Werk Baruth in Brandenburg erweitert werden.
Neben dem bereits vollständig ausgebauten gemeinsamen Werk in Glendale, Arizona, gab es bisher kaum Informationen über das 2021 angekündigte Red-Bull-Rauch-Projekt in Concord, North Carolina. Im nun veröffentlichten Jahresergebnis des Vorarlberger Fruchtsaftherstellers findet sich allerdings erstmals der Hinweis, dass in North Carolina ein zweites US-Werk entsteht.
Laut lokalen US-Medienberichten ist der Produktionsstart für 2028 vorgesehen, 2031 soll die volle Produktionskapazität erreicht werden. Das Investment beträgt 1,5 Milliarden Euro und war schon einmal kräftig erhöht worden, wie der trend berichtete. Mit ein Grund, dass nun Bewegung in die Sache gekommen ist, dürften Donald Trumps Zölle sein. Der 2025 implementierte 50-Prozent-Zoll auf Aluminium hat den Druck auf Getränkehersteller erhöht, Produkte in den USA selbst abzufüllen.
Auch in Österreich investiert der Fruchtsafthersteller, der 2025 mit 3.247 Mitarbeitenden 1,81 Milliarden Euro umsetzte, ein Zuwachs um zwei Prozent. In Nüziders, Bezirk Bludenz, wird der Standort mit 150 neuen Arbeitsplätzen erweitert. Dort entstehe eine der modernsten Fruchtsaftfabriken, wird Firmenchef Jürgen Rauch zitiert. Das Werk Baruth im deutschen Brandenburg soll ebenfalls erweitert werden. Dort hat ein Gericht jedoch vor drei Wochen die weiteren Ausbaupläne vorerst gestoppt, offizielle Begründung war ein mangelhafter Bebauungsplan.
Herausfordernd blieben laut Rauch die Rohstoffmärkte. Preisschwankungen bei Rohstoffen, Verpackungen und Energie seien weiter ein Risikofaktor, klimatische Veränderungen beeinflussten Ernten und Verfügbarkeit zunehmend. „Der Klimawandel ist bei unseren Rohwaren schon längst Realität“, erklärte Rauch. Man arbeite stetig daran, die Lieferketten resilienter und nachhaltiger zu gestalten.
