Das große Werben um die Addiko-Aktionäre

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Archibald Kremser
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NLB-Vizechef Archibald Kremser©NLB Group
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Die slowenische NLB erhöht ihr Angebot für die heimische Addiko-Bank deutlich. Dennoch halten wichtige Investoren wie Alexander Schütz am niedrigeren RBI-Anbot fest.

Die slowenische Nova Ljubljanska Banka (NLB) lässt nicht locker: Nachdem die Übernahme der österreichischen Addiko Bank im Jahr 2024 schon einmal gescheitert ist, erhöhen die Slowenen ihr ursprüngliches Angebot von 29 auf 33,5 Euro je Aktie noch einmal deutlich. Dem steht ein niedrigeres Übernahmeangebot der RBI (26,5 Euro) gegenüber, die mit dem umstrittenen serbischen Addiko-Aktionär Alta Pay gemeinsame Sache machen möchte. „Wir sehen unser neues Angebot als Reset bei dieser Übernahme“, sagt NLB-Vizechef Archibald Kremser im Gespräch mit dem trend. „Das ist ein sehr gutes Angebot. Für jeden Aktionär ist es ein No-Brainer, dass unser Angebot das attraktivere ist“, so Kremser weiter. Insgesamt bewertet NLB die Addiko Bank also nun mit 653 Millionen Euro, die RBI will 516,7 Millionen Euro bieten.

Investor Schütz auf RBI-Seite

Doch um die erforderlichen 75 Prozent der Stimmen zu erreichen, dürfte es dennoch ein weiter Weg sein, wie ein Interview von Investor Alexander Schütz (9,99 Prozent) im Online-Medium Exxpress, an dem er selbst Anteile besitzt, zeigt. Dort spricht sich Schütz klar für das niedrigere Raiffeisen-Angebot aus. Er zweifelt an der „Umsetzungswahrscheinlichkeit“ der Transaktion durch die NLB. Diese könne die von ihr selbst aufgestellte Hürde von 75 Prozent ohnehin nicht erreichen, weil Alta Pay knapp unter 30 Prozent an der Bank besitzt. Außerdem zweifelt er daran, dass die kroatische Nationalbank und die EZB dem Kauf des kroatischen Teils der Bank überhaupt zustimmen würden. Das will NLB-Manager Kremser so nicht stehen lassen: „Wir haben in Kroatien schon einmal eine Leasinggesellschaft gekauft und da hat mit dem Regulator alles geklappt. Das Set-up der Addiko Bank ist sehr ähnlich. Ich sehe also keinen Grund, warum der Deal scheitern sollte.“

Annahme bis 22.Juli möglich

Vielmehr glaubt Kremser an ein von der RBI gestreutes Narrativ, das die NLB nun bis 22.Juli (Ende der Annahmefrist) gegenüber den Aktionären, zu denen auch heimische Immobiliengrößen wie Daniel Jelitzka oder die Winegg-Gruppe gehören, korrigieren will. Am selbst gesteckten Ziel von 75 Prozent Zustimmung will die NLB, so Kremser, momentan nichts ändern. „Wir bieten ja nicht aus Jux und Tollerei für die Addiko Bank, sondern aus strategischem Interesse.“ Das würde durch die 75 Prozent noch einmal untermauert. Die eindeutige Parteiergreifung des Addiko-Managements für das RBI-Angebot kann Kremser nicht ganz nachvollziehen: „Was dessen Motivationslage ist, verstehe ich nicht.“ Aber jetzt seien ohnehin einmal die Aktionäre am Wort, mit denen die NLB in den nächsten Wochen intensive Gespräche führen will.

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